Noch ein MOOC

Die Sache mit den MOOCs kam mir anfangs ja etwas verdächtig vor (hier, hier und hier). Nachdem ich nun aber selber solch einen Kurs mitgemacht habe (hier und hier), halte ich diese Art von Lehrveranstaltung für eine gute Idee. Für ein Fernstudium ist das einfach eine schöne Ergänzung zu Studientexten und Moodle. Anstrengend und lustig war’s aber auch… Nun rückt der nächste MOOC, nein sogar ein Doppel-MOOC, an. Dieser Kurs ist schon vor Beginn so spannend, dass man fast neidisch werden könnte auf alle, die sich für Mathematik interessieren. Aber, aber, aber: „Mathematik ist für mich…“

Rein statistisch gesehen ist es natürlich blöd, diesen Link zu teilen. Ich weiß, dass dadurch die Gewinnchancen für all die schönen Videos dort erheblich geschmälert werden. Aber, die Idee ist einfach zu gut, um sie für mich zu behalten. 😉

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DaF – Nachschlag zum #ExIF13

Ist der Ruf erst ruiniert, … kann man schreiben, was und wie man will. Diese Freiheit nehme ich mir mit dem heutigen Beitrag. Im Rückblick zum cMOOC der FernUni Hagen habe ich es auf die diplomatische Tour versucht, aber da lag das Kind nach fünf Artikeln schon im Brunnen…

Sebastian Vogt und Markus Deimann haben mit „Nach der Expedition ist vor der Expedition“ noch einmal kräftig nachgelegt, indem sie die Höhepunkte jeder einzelnen Sendung zusammentrugen. Knapp 200 Follower sammelte der Kurs per Twitter ein und das entspricht immerhin einer mittleren Hörsaalgröße! Von den vermuteten undercover-Zuschauern ganz zu schweigen. Das war der inhaltliche Teil, aber es gehört natürlich auch die Form zu einem Kurs. In dieser Nachschlag-Sendung klappte mir des öfteren die Kinnlade ‚runter, denn dieses Mal waren hinter den Wissenschaftlern Menschen in Sicht. Schon am Anfang hätte ich mich kugeln können vor Lachen („Mensch, wo hab ich denn nur dieses Buch von Alemann … Ach, hier ist es!“), aber auch nach dem suchenden Einstieg mit Karte und Taschenlampe waren noch einige Überraschungen dabei. Die Dozenten ließen nämlich ihre Hüllen fallen! Mir ist klar, dass ein Jacket allein noch keinen guten Vortrag macht. Umgekehrt bedeutet das aber, dass man auch ohne Sakko durchaus seriös Wissen vermitteln kann.

Es war schon von Folge zu Folge eine zunehmende Lockerheit bei beiden Dozenten erkennbar und jetzt erst recht keine Spur mehr vom Spiel: Wer zuerst lacht, hat verloren. Doch ich habe sie fast nicht wiedererkannt! Auch sprachlich war das für mich die beste Sendung: Genuss statt Genuschel. Eine schöne Entwicklung, wenn ich das mal so sagen darf. Klar darf ich, denn „das ist mein Text“.

Etwas wankelmütig wurde ich kurzzeitig, als es hieß, wir sollen uns nicht im Studierstübchen vergraben. Das war mein ursprünglicher Plan, still und leise vor mich hin zu forschen. Beinahe im Sinne von „Lernen durch Schmerz“ wird mir jedoch immer klarer, dass es so nicht geht. „Forschungsökonomie“, „flow“ und „Spaß“ – diese Begriffe aus der Sendung fanden bei mir sofort Gehör. Bei den anderen Teilnehmern sicher auch und so würde es mich nicht wundern, wenn die „mannen met baarden“, wie es in einem Lied aus Holland heißt, nun Anfragen ohne Ende bzgl. der Betreuung von Forschungsarbeiten erhielten. Meine gesammelten Vorurteile muss ich wohl einpacken, denn ich vermute, Vogt und Deimann würden nicht so ungeschickt auf forschungswillige Studenten reagieren, wie ich es bei einigen Dozenten erfahren habe.

Nun heißt es also auch von mir „Deckel zu“ und vielen Dank für das überraschende Date am Freitag in Form einer rundum gelungenen Nachschlag-Sendung. Improvisation ist nicht nur musikalisch gesehen für mich das Sahnehäubchen!

cMOOC #ExIF13 „Entdecke die Insel der Forschung“ Teil 6

Das war’s. Aus und vorbei für den cMOOC #ExIF13 „Entdecke die Insel der Forschung“ von der FernUni Hagen. Bereits die Ankündigung zum „Finale Furioso“ hatte für mich einen starken Bezug zur Musik. In Teil 6 „Auf den Punkt gebracht: Wie schreibe ich eine wissenschaftliche Arbeit?“ mit Frank Hillebrandt ging es dann auch tatsächlich musikalisch zu. Wer hätte gedacht, dass in dieser Sendung gleich zwei Musikliebhaber die Bühne betreten? Vielleicht die @Schaerferin?

SchäferinEine Zusammenfassung der Sendung kann ich mir an dieser Stelle sparen, denn sie wurde bereits im Blog von @Amirabei geliefert. Dort ist ebenfalls die Wochenaufgabe enthalten, die mich ziemlich frustriert. Es geht darum, wissenschaftliche Aufsätze zusammenzutragen, die uns/mich zur Forschung inspiriert haben. Die Auswahl soll begründet werden.

Tja, und weil es kein wissenschaftlicher Artikel war, der meinen Wunsch zu forschen angeregt hat, kann ich die letzte Aufgabe nicht lösen. Das ist für mich demotivierend. Andererseits bedeutet „Inspiration“ auch „Ermutigung“ und davon fand ich in diesem Buch eine Menge von Beispielen, die man gutwillig als Aufsätze bezeichnen könnte. Darin wird u. a. beschrieben, dass das, was ich vorhabe, tatsächlich funktionieren kann. @Filzflausch hat die Aufgabe übrigens in ihrem Blog so gelöst.

Für einen kurzen Rückblick auf den cMOOC „Expedition zur Insel der Forschung“ von der FernUniversität in Hagen parke ich hier ‚mal alle bisherigen Themen:

Teil 1 Was ist wissenschaftliches Arbeiten? mit Theo Bastiaens,

Teil 2 Wie funktioniert eine Literaturrecherche? mit Dirk Eisengräber-Pabst,

Teil 3 Wozu brauche ich eine Forschungsfrage? mit Karin Krey,

Teil 4 Wie findet man methodisch Antworten auf die Forschungsfrage? mit Hans-Georg Sonnenberg,

Teil 5 Wozu braucht man ab und an Mathematik im Forschungsprozess? mit Günter Hohlfeld und

Teil 6 Auf den Punkt gebracht: Wie schreibe ich eine wissenschaftliche Arbeit? mit Frank Hillebrandt.

Sechs Wochen lang führten Sebastian Vogt und Markus Deimann mit ihren Gästen die Teilnehmer durch den Kurs. Dabei fällt mir auf, dass Karin Krey als einzige Frau einen Impulsvortrag hielt. Der zeitliche Rahmen von ca. 30 Minuten in den ersten vier Teilen war für mich optimal. Mit der Möglichkeit, sich während der Sendungen per Twitter unter dem Hashtag #exif13 mit anderen Teilnehmern auszutauschen und Fragen an das @ExiF-Team zu stellen, wurden die Zuschauer zum Mitdenken angeregt. Das ist eine gute Idee, die jedoch ein wenig Aufmerksamkeit von der Sendung abzieht. Die Frage ist, wie man dieses Problem löst?

Durch die wöchentlichen Aufgaben habe ich mich endlich erfolgreich mit YouTube, Google + und Pearltrees beschäftigt. Das kann man sicher unter dem Begriff „Mehrwert“ ablegen. Besonders viel Spaß hat mir dabei die Auseinandersetzung mit der Videoproduktion gemacht.

Grundsätzlich kann man das, was im MOOC über wissenschaftliches Arbeiten zu erfahren war, natürlich auch in Büchern lesen. Dort würde man allerdings nicht die MOOC-Musik hören und einige Dozenten der FernUni in Aktion erleben können. Das hat mir gut gefallen. Etwas wehmütig bin ich trotz der zeitlichen Entlastung durch das Kursende nun aber doch. Das DaD („Date am Donnerstag“) mit den anderen Teilnehmern auf Twitter war nämlich auch ein lustiger Termin. Kurzfristig schöpfte ich Hoffnung, als es zum Abschluß hieß: „Wir sehen uns bald wieder“. Aber, wo und wann soll das sein?

cMOOC #ExIF13 „Entdecke die Insel der Forschung“ Teil 5

Für alle, die die bisherigen Themen des cMOOCs „Expedition zur Insel der Forschung“ von der FernUniversität in Hagen verpasst haben sollten, hier eine Rückblende: Teil 1 Was ist wissenschaftliches Arbeiten?, Teil 2 Wie funktioniert eine Literaturrecherche?, Teil 3 Wozu brauche ich eine Forschungsfrage? und Teil 4 Wie findet man methodisch Antworten auf die Forschungsfrage?.

Vor Beginn des fünften Teils hat @ScienFormazione mit der Frage, wer wohl den Impulsvortrag halten würde, per Twitter ein spontanes Ratespiel losgetreten. Mir fiel sofort Hans-Joachim Mittag aus dem Statistik-Modul ein, den ich gern mal „in echt“ auf dem Schirm gesehen hätte. Gewonnen hat schließlich @mschaki mit seinem Hinweis auf einen „Meister der Zahlen“. Teil 5 beschäftigt sich also mit der Frage: „Wozu braucht man ab und an Mathematik im Forschungsprozess?“. Sebastian Vogt und Markus Deimann haben sich in dieser Folge den „Großmeister der Zahlen“ Günter Hohlfeld eingeladen und als Experte war er mit seinem Vortrag fast in Vorlesungslänge nicht nur ein zeitlicher Ausreißer nach oben. Hohlfelds Begeisterung für Zahlen, Formeln und Statistik sprang mir förmlich aus dem Bildschirm entgegen. Mit seinem Hang zur „positiven Annahme“ scheint er vorläufig meine geheime Hypothese zu bestätigen, dass Mathematiker an sich optimistische Menschen sind. Misstrauisch werde ich allerdings, wenn ein Profi sagt, dass etwas „ganz einfach“ sei. 😉

Die Aufgabe für diese Woche besteht darin, (lustige) Statistik-Videos zu finden und eine gemeinsame Playlist zu erstellen. Der erste Teil ist für mich noch relativ einfach, weil ich vor einem Jahr hier schon einige Schätze gesammelt habe. Ein paar witzige Sachen sind auch dabei, aber das Beste kam im Anschluss an den Impulsbeitrag von @Cornelia_mit_C per Twitter, nämlich der Link zum Video Gunkl über Statistik – und den finde ich tatsächlich lustig.

Ganz aktuell im Netz findet sich der Mitschnitt einer Vorlesung: Kombinatorik – Die Kunst des Zählens von Christian Spannagel und gleich daneben weitere Links zu Mathe-Videos. Tja, und weil das mit der Auswahl bei der schier endlosen Vielzahl nicht ganz einfach sein dürfte, ist hier noch eine kleine Analyse von Mathe-Videos im Web, die in Vorbereitung eines Doppel-MOOC von den Mathe-MOOC-Machern erstellt wurde. Auf diesen MOOC bin ich ja schon aus Prinzip neugierig.

Die gesammelten Werke und Diskussionen der Teilnehmenden zum cMOOC der FernUni können in der Google+-Gruppe #ExIF13 nachgelesen werden. Und, wie in der Vorschau vermerkt, findet der letzte Teil am Donnerstag, dem 18.7.2013, um 18.00 Uhr, mit dem Thema: „Auf den Punkt gebracht: Wie schreibe ich eine wissenschaftliche Arbeit?“ statt. Natürlich wieder mit Begleitung auf Twitter unter dem Hashtag #exif13. So, ich höre jetzt noch ’ne Runde die Musik zum MOOC und danach versuche ich, mich mit den anderen zusammenzurotten, um die Playlist in Angriff zu nehmen. Erste Vorbereitungen dazu gibt es nämlich bereits von @mschaki, @filzflausch, @Amirabai und @Mindjump unter dem Hashtag #exif13play – da kann ich ja schon aus rein spielerischen Gründen nicht widerstehen. 😉

cMOOC #ExIF13 „Entdecke die Insel der Forschung“ Teil 4

Eine kurze Rückblende auf alle bisherigen Themen des cMOOCs „Expedition zur Insel der Forschung“ von der FernUniversität in Hagen: Teil 1 Was ist wissenschaftliches Arbeiten?, Teil 2 Wie funktioniert eine Literaturrecherche? und Teil 3 Wozu brauche ich eine Forschungsfrage?.

Vor dem vierten Teil gab es ein Wiedersehen per Video mit Rainer Jansen („vertunsesichmalnicht“) und Themen aus dem Modul 1B. Sein Hinweis, auf die „Rahmenbedingungen“ eines Autors und seiner Theorie während der Entstehung zu achten, erinnert mich immer wieder z. B. an die Bedeutung des Vorwortes in einem (Lehr-)Buch.

Ohne technische Schwierigkeiten (ich darf das nach dem Desaster vom letzten Mal hervorheben) begann der Videostream mit einer kleinen Überraschung: Markus Deimann und Sebastian Vogt haben einfach die Plätze getauscht! Nein, das ist an sich kein großes Thema, aber als es mir auffiel, habe ich mich ein wenig darüber gewundert, wie schnell man sich doch als Zuschauer an eine bestimmte Ordnung gewöhnen kann. Tja, und weil Gewöhnung in der Lehre gaaaanz gefährlich ist, war der Tausch ein ziemlich geschickter Schachzug! Ein Glück aber, dass wenigstens die Musik zum MOOC nach der Halbzeit noch dieselbe ist.

Um Musik ging es dann auch im Impulsvortrag von Hans-Georg Sonnenberg zum Thema: „Wie findet man methodisch Antworten auf die Forschungsfrage?“. Außerdem wurde die heimliche Frage beantwortet, was Sonnenberg im Schlafzimmer trägt. Aber, im Ernst: So ein Schlafprofil, kurz vor der Klausur erstellt, ist bestimmt lustig. Bei den Begriffen „Schlüsselqualifikation“ und „Kompetenzen“ drängelt sich bei mir ja immer noch das „Einmaleins der Skepsis“ in den Vordergrund, doch die Betonung der Zusammenarbeit von Betreuern und Schreibenden im Sinne eines „Dialogs“ gefällt mir sehr gut. Die Frage nach der Überlegenheit einer bestimmten Methode (qualitativ vs. quantitativ) hat Sonnenberg überzeugend beantwortet. Er kann sich vorstellen, seine „Zeit sinnvoller zu verbringen, als mit Streit über die bessere Methode“.

Die Aufgabe für diese Woche besteht darin, Untersuchungen zu finden, in denen spannende Methoden verwendet werden. Dabei dachte ich sofort an das aktuelle Projekt „Eyetracking“ aus dem Blog von Florian Schimpf.

Was ich bisher noch gar nicht mitbekommen hatte, ist die Möglichkeit, für die Teilnahme am cMOOC ein Zertifikat zu erhalten. Weil ich den Kurs nur aus persönlichem Interesse verfolge, frage ich mich, wozu die Teilnahmebescheinigung nützlich sein könnte. Schließlich will ich mich später nicht darüber ärgern müssen, vielleicht eine Chance verpasst zu haben.

Die gesammelten Werke und Diskussionen der Teilnehmenden zum cMOOC der FernUni finden sich übrigens in der Google+-Gruppe #ExIF13. Und wer jetzt neugierig geworden ist, für den gibt es die Vorschau auf die letzten beiden Termine: Teil 5 am Donnerstag, dem 11.7.2013, um 18.00 Uhr, mit dem Thema: „Wozu braucht man ab und an Mathematik im Forschungsprozess?“ und Teil 6 am Donnerstag, dem 18.7.2013, um 18.00 Uhr, Das Thema: „Auf den Punkt gebracht: Wie schreibe ich eine wissenschaftliche Arbeit?“. Dabei sollte natürlich Twitter unter dem Hashtag #exif13 nicht vergessen werden! 😉

cMOOC #ExIF13 „Entdecke die Insel der Forschung“ Teil 3

Was bisher geschah: Der erste und zweite Teil des cMOOCs „Expedition zur Insel der Forschung“ von der FernUniversität in Hagen zu den Themen „Was ist wissenschaftliches Arbeiten?“ und „Wie funktioniert eine Literaturrecherche?“ ist wohl noch den meisten Teilnehmern in Erinnerung.

Den dritten Teil „Wozu brauche ich eine Forschungsfrage?“ konnte ich leider nur per Twitter verfolgen. Sämtliche Links funktionierten bei mir nicht und zwischenzeitlich verabschiedete sich gleich das gesamte PC-Programm. Aber, die Aufzeichnung der Sendung war so schnell wie schon beim letzten Mal online zugänglich.

Nun ja, seit Monaten suche ich also nach der Frage im Heuhaufen und Karin Krey von der FernUni in Hagen erklärt in ihrem Vortrag, warum eine Forschungsfrage überhaupt so wichtig ist: Diese soll eigentlich vom „Berg der Konfusion“ führen. Es müssen dafür allerdings vier Hürden überwunden werden, damit aus der Frage eine richtig gute Forschungsfrage wird. Ich schaue ‚mal auf meine bisherigen Fragen für das Modul 2A und stelle beruhigt fest, dass sie die erwähnten W-Fragewörter enthalten. Sie schaffen damit den gewünschten „Antwortspielraum“ und „Spiel“ ist ja schon mal ein gutes Stichwort! Ob sie allerdings auch beantwortbar sind oder andere Wissenschaftler interessieren, weiß ich nicht. Wie finde ich das vor der Untersuchung heraus? Tja, und wenn es mir auch gelingen sollte, einzelne Merkmale einer guten Forschungsfrage darin zu erkennen, bleibt immer noch das Problem, dass die vier genannten Punkte gleichzeitig auftreten sollen. Hmm, jetzt wird’s eng. Da muss ich gleich noch ‚mal gucken…

Markus Deimann und Sebastian Vogt hatten am Schluss der Sendung wie üblich einen Wunsch an die Teilnehmer. Es sollen prägende Forschungsfragen aus dem eigenen Fachgebiet gefunden werden. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Auftrag richtig verstanden habe. Aber, eine von mehreren spannenden Forschungsfragen fand ich in der Arbeit „Determinanten der Wirksamkeit akademischer Lehrveranstaltungen“ von Adi Winteler (1973). Darin fragt der Autor: „Sind die Formen des gegenwärtig existierenden Hochschulunterrichts geeignet, die Entwicklung wissenschaftlichen Verhaltens zu fördern?“ (S. 26). Winteler gelangte in seiner Untersuchung u. a. zu dem Ergebnis, dass Vorlesungen „am wenigsten“ dafür geeignet sind, „Intrinsische Motivation sich entwickeln zu lassen, sie zu fördern und zu erhöhen“ (S. 180). Seit 40 Jahren ist dieser Fakt also bekannt und trotzdem gibt es sie noch, die klassischen Vorlesungen. Kann nur ich darüber staunen?

Film ab! ;)

@mons7 hat es ‚mal wieder geschafft, mich für eine spaßige Aktion zu begeistern! Nach dem kurzen Videobeitrag zum cMOOC „Expedition zu Insel der Forschung“ (#ExIF13) der FernUni in Hagen zum Thema „Literaturrecherche“ (hier) fragte sie per Twitter, ob ich dazu nicht einen „Making-of-Beitrag“ machen könnte. Auf Nachfrage erklärte sie mir gleich, was es mit solchen Beiträgen auf sich hat. Etwas verwundert war ich schon darüber, denn Monika ist schließlich ein Profi und ich konnte mir nicht vorstellen, was sie daran interessiert. Aber auch das hat sie mir geduldig erläutert. In 140 Zeichen wohlgemerkt!

Inzwischen erreichte mich von @ScienFormatione die Frage, wie so ein Projekt durchgeführt wird (hier) und auch bei @Amirabei klang in einem Tweet der Wunsch an, selber eine Videobotschaft zu verfassen (hier). Als schließlich noch @Fbernau und @Filzflausch ihr Interesse an einer Videobotschaft mit Anleitung verlauten ließen (hier), hatte ich mich schon längst entschieden.

Hier ist das Ergebnis:

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cMOOC #ExIF13 „Entdecke die Insel der Forschung“ Teil 2

Donnerstage sind bei mir meistens krachend voll gepackt. Wach werden nicht vor Sonnenuntergang und Temperaturen von 35°C im Schatten – in dieser dösigen Stimmung wollte ich den cMOOC der FernUni in Hagen mit dem Thema „Literaturrecherche“ verfolgen. Aber, was war das denn? Eine 180-Grad-Wendung vom ersten zum zweiten Teil?

Es begann alles ganz harmlos, nein, eher angenehm und spielerisch-leicht. (Wie machen die Leute das in dieser Hitze?) Einige Netzfunde der Teilnehmer wurden vorgestellt, wobei mir die gezeichnete Karte zur Insel der Forschung von Angelika Mogk besonders gut gefiel. Da studiert man semesterlang nebeneinander her und merkt erst durch eine solche Veranstaltung, welche Talente in der FernUni schlummern! Einen ähnlichen Schatz haben Markus Deimann und Sebastian Vogt gehoben, der in Person von Dirk Eisengräber-Pabst plötzlich von der Seite in das Thema einstieg. Mit einem knackigen, sprachlich gewandten Vortrag schloss er nach der Wiederholung einiger Videosequenzen von Theo Bastiaens aus dem ersten Teil des cMOOCs an das Thema „Literaturrecherche“ an. Es war nicht alles neu für mich, aber mir wurde, auch durch die treffende Animation mit „Bötchen“ und Kutter bewusst, wo meine Schwächen in der bisherigen Suche nach passender Literatur liegen. In diesem Sinne heißt es jetzt für mich, ‚mal „etwas Butter bei die Fische“ zu geben und die technischen Möglichkeiten auszureizen. Dass die Kataloge ursprünglich für die bibliothekseigene Nutzung erstellt wurden, wusste ich nicht und fand das sehr spannend.

Respekt, Männer, Ihr habt mir mit diesem zweiten Teil gezeigt, „wo da Barth’l sei Most hoilt“! Selten habe ich an einer (Hoch-)Schule erlebt, dass Feedback nicht nur wahrgenommen, sondern darauf prompt und ohne Sanktionen reagiert wird. Kann man bei so viel Entgegenkommen noch den kleinsten Widerstand leisten, wenn es um die „Hausaufgabe“ geht? Als ich das Wort „Videobotschaft“ in der Aufgabenstellung hörte, war der Ofen jedenfalls erst ‚mal aus. Nach einer Weile hatte ich aber keine Lust mehr, mich ständig von meinem unterirdischen Verhältnis zur Technik ausbremsen zu lassen. Außerdem war ich zu neugierig, wie die Sache funktioniert. Und, wenn es inhaltlich auch keine bahnbrechenden Neuigkeiten verrät, so habe ich es wenigstens probiert.

Tja, was soll ich sagen? Es hat einfach Spaß gemacht! Starthilfe bekam ich bei dem Projekt von @flosa11 und @CaroFNG. Als das Teil fertig war – an meine ehemaligen Sprecherziehungslehrer: Die Fehler höre ich selber, aber ich will mit dem Filmchen nur ein einziges Mal Mut zur Unperfektion trainieren – und es an die Veröffentlichung ging, erhielt ich unerwartet seelisch-moralische Unterstützung per Twitter von @mindjump, @Filzflausch, @mons7 und @woxl. Euch allen vielen Dank dafür! Hier ist also ‚mal wieder ein Erstlingswerk mit meiner Antwort auf die Frage: „Wie recherchiere ich Literatur?“.

PS: Die nächsten Themen und Termine zum cMOOC der FernUni in Hagen gibt es hier.

cMOOC #ExIF13 „Entdecke die Insel der Forschung“ Teil 1

Rundumentschuldigung. Der verfrühte Fehlstart dieses Beitrages rief einige verwunderte Reaktionen hervor. Die Verwirklichung eines solchen technischen Alptraumes kann man überleben, aber die dadurch hervorgerufene Irritation tut mir leid.

                                                                                                                                      Nach dem #mmc13 konnte ich mir ja schon einigermaßen vorstellen, was es mit einem MOOC auf sich hat. Das Thema „Wissenschaftliches Arbeiten“ interessiert mich sowieso und Tag sowie Uhrzeit passten mir im Gegensatz zu der Beschreibung im Blog von Eva zufällig prima in den Plan. Da lag es also nahe, sich den ersten Teil des cMOOCs von der FernUni Hagen anzusehen. Es begann mit einem kleinen technischen Kampf. Das ist nichts Neues für mich, aber irgendwann hatte ich den Einstieg in den Livestream tatsächlich geschafft. Gut, dass die FernUni eine Aufzeichnung zur Verfügung gestellt hat, so konnte ich mir nämlich den verpassten Anfang trotzdem noch ansehen!

                                                                                                                                       Der Impulsvortrag von Theo Bastiaens gliedert sich in drei Teile (Zusammenhang von Praxis und Theorie, Forschungsplan, Vermittlung der Ergebnisse). Gleich zu Beginn wird darauf hingewiesen, dass es sich bei den Inhalten um die Meinung von Bastiaens in Bezug auf die Bildungswissenschaft handelt. Das ist wichtig zu wissen – und hätte gern noch deutlicher hervorgehoben werden können. Inzwischen habe ich nämlich festgestellt, dass sich die Ansichten über wissenschaftliches Arbeiten trotz aller Regeln und Gemeinsamkeiten im formellen Ablauf einer Forschungsarbeit von Prof. zu Prof. erheblich unterscheiden. Und genau dieser Punkt geht mir momentan mörderlich auf den Senkel!

                                                                                                                                       Die Formulierung der Aufgabe von Wissenschaftlern, Lösungen für ein Problem aus dem Alltag zu finden, hat mir sehr gut gefallen, weil sie kurz, knackig und für mich verständlich war. Nebenbei: Der Wechsel der Anrede schien zwar nicht beabsichtigt, ist Bastiaens aber gut gelungen und zeigt dadurch ebenso wie der charmante Akzent erst so richtig den Mensch hinter dem Wissenschaftler. Das nenne ich jetzt einfach ‚mal authentisch!

Bastiaens begründet seine Meinung mit Beispielen aus Abschlussarbeiten. Er sagt genau, was ihm daran nicht gefällt und vor allem, wie es seiner Ansicht nach besser gemacht werden könnte. Ja, ich mag klare Ansagen im Vorfeld!

                                                                                                                          Schwierigkeiten habe ich mit der Begriffskombination „nachhaltige Innovationen“, weil aus meiner Sicht kein Student einschätzen und beeinflussen kann, ob und wie die Ergebnisse der Abschlussarbeit verwendet werden. Als Ideal mag der Begriff hilfreich sein und vielleicht klärt der empfohlene Beitrag „Innovation ohne Forschung?“ meine Verständnisschwierigkeit. Hier hätte ich mir gleich eine genaue Quellenangabe gewünscht, aber im Blog von Gabi Reinmann wird jeder schnell fündig.

Witzig formuliert fand ich den Hinweis auf die Methodenmodule. Nein, ich versuche nicht, daran vorbei zu kommen, eher, darüber hinweg – diese Einstellung passt auch gut zum Bild mit dem zahnärztlichen Besteck. 😉

                                                                                                                                       Beim Abschnitt „Diskussion der Ergebnisse“ bin ich mächtig in’s Schleudern gekommen. Dort hatte ich zunächst den Eindruck einer allgemeinen Kritik am Fazit. Eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse halte ich für sinnvoll und wichtig für die Leser. Dass die Ergebnisse diskutiert werden müssen, ist klar und das kann ja in der Arbeit mit einem Fazit verbunden werden. Aber, soll ich mich mit (m)einem Professor streiten?

Die Bemerkungen über die Verwendung der Arbeit durch evtl. Auftraggeber fand ich einerseits wichtig. Andererseits frage ich mich, wer als Student die Möglichkeit hat, z. B. eine Bachelor- oder Masterarbeit als Auftragsarbeit zu schreiben? Ist das nicht eher eine Ausnahme?

                                                                                                                                             Ein weiterer Diskussionspunkt ist für mich die Zusammenarbeit in der Forschung zwischen Professoren und Studenten. Humboldt lässt grüßen! Bastiaens verweist darauf, dass dies an der FernUni im Vergleich zu Präsenzuniversitäten weniger gut möglich sein soll. Ich vermute, dass erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Lernenden weniger von der räumlichen Distanz abhängt, sondern viel mehr von der beiderseitigen Motivation und Bereitschaft zur Kooperation. Das könnte ja ‚mal „Jemand“ erforschen. 😉

Bastiaens spricht auch über bürokratische Hürden, die vor Wissenschaftlern im Hochschulbetrieb offensichtlich aufgebaut wurden. Das bestätigt mich immer mehr in meinem Wunsch, extern forschen zu wollen. Zuversichtlich stimmt mich seine Meinung, dass man wissenschaftliches Arbeiten erlernen kann. In diesem Sinne will ich seinen Satz: „Bewahren Sie die Ruhe!“ in Erinnerung behalten.

Die Hausaufgabe – von Sebastian Vogt zunächst als Wunsch formuliert, was mir natürlich viel besser gefällt – kann ich nicht vollständig erfüllen. Es soll nach weiteren Darstellungen des Forschungsprozesses gesucht werden und dabei stolpere ich schon wieder über das Wort „innovativ“. Hingegen gefällt mir die Idee, Autoren zu finden, die wissenschaftliches Arbeiten unterhaltsam erklären (Quellen zur Aufgabe s. u.).

                                                                                                                                    Fazit: Insgesamt war der Vortrag für mich eine allgemeine Einführung in das Thema „Wissenschaftliches Arbeiten“ und eine kurze Wiederholung der Inhalte aus dem Modul 1D. Sowohl Vortrag als auch Umrahmung – der Dritte im Bunde war Markus Deimann, und dabei fällt mir auf, dass erstens für Teilnehmer außerhalb der FernUni in Hagen die Einblendung der Namen interessant sein könnte und zweitens der erste Teil des cMMOCs ausgesprochen männerlastig war – hätten nach meinem Empfinden noch etwas mehr Freude oder Begeisterung ausstrahlen können. (Doh, wenn ich mir allerdings vorstelle, dass ich das nicht ‚mal ohne Kamera, geschweige denn auf niederländisch, beherrsche…, aber ich bin ja in dieser Hinsicht kein Profi.) Damit würde vielleicht deutlicher, wie viel Spaß die Forschung machen kann.

                                                                                                                                 Besonders gefallen hat mir die Einbindung der Fragen von Teilnehmern, die auf Twitter unter dem Hashtag #exif13 gestellt wurden. Dem guten Hinweis, sich zu vernetzen und auszutauschen, ist bis auf die Frage, wie das für Anfänger auf diesem Gebiet am besten gelingen kann, nichts hinzuzufügen. Gefreut habe ich mich über das Gezwitscher während des Kurses mit @Filzflausch, @kuwi_iddg13, @FBernau und @NullPlusEins sowie den neuen Kontakt zu @Kevin Atkins, der bereits im llz-Blog der Uni Halle über den cMOOC berichtet hat.  Während mir beim #mmc13 die Idee der Anmeldung zum Zweck der Erstellung einer Teilnehmerliste noch etwas seltsam vorkam (hier), finde ich das aus Gründen der Vernetzung inzwischen sehr sinnvoll. Mit solchen Brücken würde es auf der Forschungsinsel auch nicht so einsam. (Wieso eigentlich „Insel“ – wegen der Abbildung? Oder soll das bedeuten, dass alle Forscher auf einer Insel leben? Widerspricht das nicht dem Gedanken der Vernetzung?)

                                                                                                                                      Wer sich für die nächsten Themen und Termine des cMOOCs interessiert, findet sie hier. Auf dieser Plattform könnten aus meiner Sicht auch Zwischenergebnisse, freiwillige Kontaktdaten und Meinungen der Teilnehmer o. ä. ihren Platz finden, damit sich bei der Suche im Netz niemand verirrt.

Und, wer jetzt noch wissen will, womit ich mich auf das wissenschaftliche Arbeiten vorbereite, dem gefällt vielleicht ein kleiner Blick in mein Bücherregal. Versuch einer Literaturliste nach APA 6th – Kritik ist erwünscht:

  • Kromrey, H. (2009). Empirische Sozialforschung. Modelle und Methoden der standardisierten Datenerhebung und Datenauswertung (12. überarb. u. erg. Auflage). Stuttgart: Lucius & Lucius. – natürlich nur wegen der Namen hier aufgenommen
  • Rost, F. (2010). Lern- und Arbeitstechniken für das Studium. Wiesbaden: VS.
  • Schnell, R., Hill, P. B., Esser, E. (2008). Methoden der empirischen Sozialforschung. München: Oldenbourg.
  • Spannagel, C. (2013). Verfassen wissenschaftlicher Texte. [Online-Dokument]. URL: http://wiki.zum.de/PH_Heidelberg/Bausteine/Verfassen_wissenschaftlicher_Texte. (13.06.2013). – Dieser Eintrag findet sich auch im Wiki der Biwi-Lounge und ich gestehe, dass ich dem Autor gegenüber positiv voreingenommen bin.
  • Stock, S., Schneider, P., Peper, E., Molitor, E. (2009). Erfolgreich promovieren. Berlin: Springer. – Achtung, dieses Buch rangiert unter Ratgeberliteratur. Es enthält aber zusätzlich Beispiele „von Promovierten für Promovierende“ – man muss sich schließlich Ziele setzen.
  • Struck, E., Kromrey, H. (2010). PC-Tutor Empirische Sozialforschung. Stuttgart: Lucius & Lucius.
  • Töpfer, A. (2010). Erfolgreich forschen. Ein Leitfaden für Bachelor-, Master-Studierende und Doktoranden. Heidelberg: Springer.

Diese Blogbeiträge finde ich außerdem lesenswert:

MOOCwelle

In Sachen Klamotten bin ich resistent wie Alabaster. Jede Modewelle zieht unbeachtet an mir vorüber. Überhaupt tauche ich lieber unter einer Welle hindurch anstatt darauf zu schwimmen. Mainstream? Nichts für mich. Und nun schwappt eine Welle anderer Art durch das Netz. Nein, es geht mir nicht auf den Senkel, dass ich in der letzten Zeit mehr und mehr über MOOCs lese. Im Gegenteil: Die Themen, mit welchen die Veranstaltungen gefüllt werden (sollen), gefallen mir durchweg. Mein Interesse an MOOCs allgemein wurde mit dem #mmc13 geweckt und aktuell „beäuge“ ich den #iddg13 an der FernUni in Hagen. Doch plötzlich lese ich auf Twitter und Facebook von anderen Ideen zu neuen MOOCs. Angefangen hat es mit der „Kunst des Argumentierens“ von Susanne Schönborn (hier). Na gut, dachte ich, da ist Monika E. König dabei. Sie war schon am #mmc13 beteiligt und macht das wohl nun innerhalb ihrer Arbeit. Doch schnell folgte der Link zum Doppel-MOOC von Christian Spannagel, Michael Gieding, Lutz Berger und Martin Lindner zu „Mathematischen Denk- und Arbeitsweisen in Geometrie und Arithmetik (hier). Martin Ebner und Sandra Schön wollen einen l3t-MOOC über das „Lernen und Lehren mit Technologien“ anbieten (hier) und Karsten D. Wolf und Thomas Bernhardt (hier) haben sich das Thema „Erfolgreich studieren mit dem Internet“ ausgedacht. Heute früh flatterte dann die Botschaft „Medienbildung und Mediendidaktik. Grundbegriffe und und Praxis“ von Kerstin Mayrberger (hier) in das Netz. Langsam wurde ich stutzig. Wenn ich es richtig verstanden habe, soll per Abstimmung darüber entschieden werden, welcher Kurs produziert wird (hier). Es geht dabei auch um Geld. Tja, und jetzt frage ich mich: Was soll das? Auf der Startseite wird gefragt, was die Teilnehmer lernen wollen. Danach kann man sich für einen Kurs (oder mehrere?) entscheiden. Was ich lernen will? Alles – und noch viel mehr! Wie soll ich mich für einen Kurs entscheiden, wenn es noch so viele andere spannende Themen gibt? Und, warum werden nur die Kurse gefördert, die die meisten Stimmen erhalten haben? Das ist doch Quark, weil vom Zufall und evtl. der Präsentation des Bewerbungsvideos abhängig. Mit dem Inhalt hat das noch gar nichts zu tun und das finde ich nicht in Ordnung. Und, was passiert mit all‘ den anderen schönen Ideen? Verschwinden sie in der Versenkung, nur weil das entsprechende Netzwerk fehlt? Es ist ein wenig wie bei Architektur-Wettbewerben – subjektiv. Ist das der Sinn, wenn es um Innovationen in der Bildung geht? Was treibt die Professoren an, bei dieser Aktion mitzumachen?

Spanische Rosen

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es ist alles „massiv“ in Ordnung! 😉

„Chester hätte es wissen müssen,

Sie hätte es wissen müssen, wie’s kommt.

Daß bei all dem Gold dieses Unwetter folgt“ (aus: 3/4 Mond).

M wie massiv.  Einzeln – kein Problem, in der Masse – ein Alptraum schlechthin.

M wie MOOC. Als ich mich in den Weihnachtsferien für die erneute Belegung des Moduls 2A im neuen Semester entschied, hatte ich mich bereits „Blond und blauäugig“ für den MOOC13 angemeldet. Ich folge den MOOC-Aktivitäten ungeplant passiv – und verstehe nur Bahnhof… Ich kann die Zielorientierung dort nicht erkennen. Außerdem plagt mich das schlechte Gewissen, andere Leute zu dem Kurs motiviert zu haben und nun selber die Sache einfach nur zu beobachten.

M wie Mail. Zu Beginn diesen Jahres fasste ich den Entschluss, sämtliche ehrenamtliche Tätigkeiten aufzugeben nach dem Motto: Ganz oder gar nicht! Als ich in der Biwi-Lounge der FernUni Hagen schrieb, dass ich meine Arbeit im Tutorenteam beende, verstopfte sofort mein E-Mail-Postfach mit besorgten Anfragen. Selbstverständlich bekommt jeder eine Antwort. Es ist alles in Ordnung.

M wie Mensch. Meiner Statistik-Patengruppe bleibe ich treu, so lange es noch Fragen zur Klausur am 06. März gibt. Im Sommersemester werde ich keine neue Patenschaft übernehmen. Ist das egoistisch? Vielleicht. Einerseits ist es schön zu beobachten, wie das Verständnis der Gruppe für die Aufgaben wächst. Andererseits will ich jedoch die Angst der Kandidaten vor der Prüfung nicht mehr spüren müssen. Solche starken und gleichzeitig sinnlosen Emotionen!

M wie Mephistopheles. Im „Untergrund“ beschäftige ich mich mit einem Thema, welches mich seit einem Jahr nicht mehr loslässt und in das ich nun langsam eintauche. Genau so, wie ich es mir vorgestellt und gewünscht habe. Am liebsten würde ich dort nicht nur weiter ein-, sondern selber völlig untertauchen; als meine Art des Studiums in Einsamkeit und Freiheit. – Ginge es mir besser, wäre es nicht auszuhalten!

MOOC und Spielregeln

Im November 2012 entschied ich mich dafür, eine „Auftragsarbeit“ anzunehmen und einen sog. Impulsbeitrag für den im Januar 2013 statttfindenden MOOC zu schreiben. Ich fragte, wann der späteste Abgabetermin sei und fing an, mir Gedanken zu machen. Entstanden ist dabei dieser Text. Seitdem beobachte ich, mit wie viel Energie die Veranstalter den Kurs vorab erklären, Teilnehmer werben und das Programm erstellen.

Gestern erhielt ich von den Veranstaltern die Nachricht, dass Impulsbeiträge möglichst aktuell, m.a.W. noch nicht veröffentlicht, sein sollen. Das hätte mir eigentlich klar sein können, war es aber nicht. Nun habe ich das Team in Schwierigkeiten gebracht, weil ich dachte, meinen „Auftrag“ bereits erledigt zu haben und nun einfach keinen (neuen) Beitrag schreiben kann. Nicht, dass es mir an Zeit oder Lust dazu fehlen würde. Jedoch hat sich inhaltlich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts ergeben, was ich dem Ursprungstext hinzufügen könnte. Deshalb warte ich ja so gespannt auf den Kurs, um zu erfahren, worum es sich dabei handelt.

Das MOOC-Team war so diskret, meine Absage für einen neuen Beitrag bei der Suche nach Ersatz nirgendwo zu erwähnen. So schlecht diese Erfahrung für alle Beteiligten ist, so wichtig erscheint sie sowohl für die Organisatoren als auch für mich: Die Veranstalter werden die Teilnehmer in Zukunft sicher noch besser über die „Spielregeln“ informieren und ich begebe mich demnächst in den Gedankenspielen auf die Suche nach einer Antwort auf die Frage, was Spielregeln überhaupt sind und was sie ggf. beinhalten müssen.

Blond und blauäugig zum MOOC

18.11.12: Als ich von @mons7 auf die üblich motivierende Art und Weise angesprochen wurde, einen Beitrag über MOOC zu schreiben, schrie meine innere Stimme zunächst einmal ganz laut „NEIN!“. Warum ich dann völlig anders geantwortet habe, ist dieser Erfahrung zu danken. Außerdem erledige ich sehr gern Auftragsarbeiten! 😉 Weiterlesen