Zu viel des Guten – #ecb13

Es war schlicht unmöglich, mich dem Charme von @martinriemer zu entziehen. Ursprünglich wollte ich nur ein wenig davon mitbekommen, was ein BarCamp ist und wie es wirklich funktioniert. Naja, und dann war da noch ein Tweet von @mschaki, der mich einfach neugierig machte, meinen Studienkollegen ‚mal „in echt“ kennenzulernen. Das EduCamp in Berlin schien mir dafür geeignet und so schlich ich mich am Sonnabend (so heißt der Samstag in Norddeutschland) um kurz vor zehn Uhr in die Heinrich-von-Stephan Reformpädagogische Gemeinschaftsschule Berlin an vielen, fremden Menschen vorbei bis zur Anmeldung. Kaum hatte ich den üblichen Notruf getwittert („Wo seid Ihr?“), stand Martin plötzlich wie aus dem Nichts vor mir. Der eigentliche Schreck aber war, dass er tatsächlich so sympathisch war, wie seine Fotos und Tweets es vermuten ließen. Keine Ahnung, warum mich das so verwunderte. Jedenfalls hielt ich auf einmal eine Teilnehmerkarte in der Hand und just in diesem Augenblick traf ich auf @Teufelchen2409 und @dunkelmunkel. Die Freude über das Wiedersehen währte nur kurz und endete abrupt mit der Frage, welche Session ich denn anbieten würde. Das konnte nur ein Witz sein und trotzdem lief mir ein eiskalter Schauer über den Rücken. Ich erinnerte mich an die Punktlandung zu Beginn meines letzten Vortrages und löste damit den Fluchtreflex aus. Ein Tweet von @lammatini holte mich zurück in die Schule. Meine Neugier war einfach zu groß und diese Chance des Kennenlernens einmalig! Ich stapfte also in die Aula und stellte mich unauffällig in die Ecke neben der Tür, um – ich gestehe – die Teilnehmer zu beobachten. Doch es war offensichtlich nicht unauffällig genug, denn da kam diese Frau vom anderen Ende des Saales auf mich zu und ich ahnte sofort: Das kann nur Corinna sein. Auch dieses Mal war ich erschrocken bis in die Haarspitzen, denn sie entsprach optisch überhaupt nicht ihrem Avatar auf Twitter und den damit verbundenen Vorstellungen, die ich mir von ihr gemacht hatte. Vermutlich hat sie meine Überforderung beim Aufeinandertreffen von virtueller Realität und f2f-Begegnung erkannt, denn sie überließ mich bald freundlich meiner Eckensteherei. Da eröffnete auch schon @Literatenmelu das #ecb13 und ich konnte weiter in Ruhe einfach nur schauen. Sitzt dort am Fenster nicht @biwifuhagen, mit dem ich über mehrere Semester im Tutorenteam zusammengearbeitet habe? Nein, kleine Verwechselung mit einem Unbekannten. In der Vorstellungsrunde entdeckte ich ihn dann aber doch, gleich neben @mschaki. Dessen Begrüßung fiel für mein Empfinden etwas knapp aus, aber das kann auch an der leicht überfallartigen Annäherung meinerseits gelegen haben. Auf jeden Fall war ich jedoch im weiteren Verlauf sehr erstaunt darüber, dass weitere „Bekannte“ in diesem Raum saßen und sich ebenfalls kurz vorstellten, z. B. @acwagner, @herrlarbig, @woxl, @ciffi, @ralpha und @anjalorenz. Zu all diesen Menschen fiel mir sofort eine kleine (Twitter)Geschichte ein, so dass es mir bald unmöglich wurde, den anderen Teilnehmern zuzuhören, geschweige denn, mich für eine der angebotenen Sessions zu entscheiden. Schön, Euch gesehen und gehört zu haben. Für mehr reicht es bei mir derzeit noch nicht. Kaum zu glauben, aber es war einfach zu viel des Guten.