PV „Experteninterview und Qualitative Inhaltsanalyse“

Das Modul 2A „zieht sich“ bzw. ich „schiebe“ es schon seit zwei Semestern. Zuerst wollte ich dafür ein eigenes Thema finden, obwohl ich mich schon vor zwei Jahren für die „Hörsaalspiele“ aus der „unbewachten Goldgrube“ (oh, umgezogen, jetzt hier) entschieden hatte. Seit einer Weile sichte ich Literatur zu diesem Thema und „hänge“ nun an verschiedenen Formulierungen in den Anforderungen zur Hausarbeit, die im Modulhandbuch aufgeführt sind. Glücklicherweise bietet die FernUniversität in Hagen ihren Studierenden Präsenzveranstaltungen (PV) zu verschiedenen Modulen an. Für 2A fand die Veranstaltung an diesem Wochenende in Erfurt unter der Leitung von Karin Krey statt. Der zweite Tag erschien mir dabei methodisch besonders geschickt geplant, mit vielen Beispielen sowie abwechslungs- und ergebnisreich.

Im Mittelpunkt des ersten Teils der PV standen allgemeine Fragen zum Wissenschaftlichen Arbeiten und speziell zu den qualitativen Methoden, z. B.: Was bedeutet „Empirische Sozialwissenschaft“? Warum ist die Inhaltsanalyse ein deduktives Verfahren? Wer kommt als Interviewperson (IP) in Frage? Was bedeutet „modifizieren der Hypothesen“? Welche Gütekriterien müssen in der qualitativen Forschung erfüllt sein? Warum benötigt man überhaupt Hypothesen? Ist z. B. das Alter der IP für die Forschungsfrage von Bedeutung und wie wird es möglichst unfallfrei erfragt?

Einige Besonderheiten im Modul 2A waren wichtig für mich. Die Quelle nach wörtlichen Zitaten mitten im Satz statt erst an dessen Ende zu nennen oder Ziffern schon ab zehn in Zahlen zu schreiben wäre mir z. B. nicht in den Sinn gekommen. Entsprechend verwirrt war ich am Ende des ersten Tages. Die Auflösung erhielt ich später von Maik. Das zählt eben zu den Vorteilen solcher Veranstaltungen: Man lernt neben den Dozenten auch die Mitstudierenden ‚mal „in echt“ kennen, wie z. B. Daniela und Marc.

Der zweite Tag begann mit einer freiwilligen (!) Aufgabe: Wir sollten aus einem kurzen Text eine Hypothese ableiten, diese Ableitung in zwei Sätzen begründen und dabei ein wörtliches Zitat verwenden. Die Herausforderung dabei bestand für mich (1) im frühen Vormittag, (2) der Zeitvorgabe und (3) dem Wort „ableiten“. Wir durften die Lösung anonym abgeben und das fand ich sehr gut! Die folgende Gruppenarbeit, aus einer vorgegebenen Forschungsfrage mögliche Themen und Fragen für den Leitfaden zu entwickeln sowie damit im Rollenspiel (!) ein Interview zu führen, erledigte ich mit Anna und La Go. Ich fing an, mich mit der Methode wohl zu fühlen und im Rückblick meine ich, dass dies auch an der Spielsituation gelegen hat. Das „Spiel“ ist einfach mein Thema!

Nach einigen technischen Tipps zur Aufnahme des Interviews konnten wir zum Abschluss anhand eines kurzen Auszugs aus einem Transkript die Bildung von Kategorien nach Mayring üben. Das machte mehr Spaß, als anfangs von mir erwartet und brachte mich zusammen mit der Auswertung der Einzel- und Gruppenarbeiten auf den Gedanken, endlich damit zu beginnen, die Spiele „einzutüten“.

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5 Gedanken zu „PV „Experteninterview und Qualitative Inhaltsanalyse“

  1. Glückwunsch. Mein Fernstudium hängt gerade eher ziemlich in der Luft :-/ Die Unterlagen sind dröge und bei den wenigen Präsenztagen, die es im gesamten Studium überhaupt gibt, darf vornehmlich Vorträgen gelauscht werden.

  2. Pingback: Dresing/Pehl: Praxisbuch Interview, Transkription & Analyse | GedanKenSpieLe

  3. Pingback: 06_IP_4_Doz_4: Undercover-Spieler | Hörsaalspiele

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