DaF – Nachschlag zum #ExIF13

Ist der Ruf erst ruiniert, … kann man schreiben, was und wie man will. Diese Freiheit nehme ich mir mit dem heutigen Beitrag. Im Rückblick zum cMOOC der FernUni Hagen habe ich es auf die diplomatische Tour versucht, aber da lag das Kind nach fünf Artikeln schon im Brunnen…

Sebastian Vogt und Markus Deimann haben mit „Nach der Expedition ist vor der Expedition“ noch einmal kräftig nachgelegt, indem sie die Höhepunkte jeder einzelnen Sendung zusammentrugen. Knapp 200 Follower sammelte der Kurs per Twitter ein und das entspricht immerhin einer mittleren Hörsaalgröße! Von den vermuteten undercover-Zuschauern ganz zu schweigen. Das war der inhaltliche Teil, aber es gehört natürlich auch die Form zu einem Kurs. In dieser Nachschlag-Sendung klappte mir des öfteren die Kinnlade ‚runter, denn dieses Mal waren hinter den Wissenschaftlern Menschen in Sicht. Schon am Anfang hätte ich mich kugeln können vor Lachen („Mensch, wo hab ich denn nur dieses Buch von Alemann … Ach, hier ist es!“), aber auch nach dem suchenden Einstieg mit Karte und Taschenlampe waren noch einige Überraschungen dabei. Die Dozenten ließen nämlich ihre Hüllen fallen! Mir ist klar, dass ein Jacket allein noch keinen guten Vortrag macht. Umgekehrt bedeutet das aber, dass man auch ohne Sakko durchaus seriös Wissen vermitteln kann.

Es war schon von Folge zu Folge eine zunehmende Lockerheit bei beiden Dozenten erkennbar und jetzt erst recht keine Spur mehr vom Spiel: Wer zuerst lacht, hat verloren. Doch ich habe sie fast nicht wiedererkannt! Auch sprachlich war das für mich die beste Sendung: Genuss statt Genuschel. Eine schöne Entwicklung, wenn ich das mal so sagen darf. Klar darf ich, denn „das ist mein Text“.

Etwas wankelmütig wurde ich kurzzeitig, als es hieß, wir sollen uns nicht im Studierstübchen vergraben. Das war mein ursprünglicher Plan, still und leise vor mich hin zu forschen. Beinahe im Sinne von „Lernen durch Schmerz“ wird mir jedoch immer klarer, dass es so nicht geht. „Forschungsökonomie“, „flow“ und „Spaß“ – diese Begriffe aus der Sendung fanden bei mir sofort Gehör. Bei den anderen Teilnehmern sicher auch und so würde es mich nicht wundern, wenn die „mannen met baarden“, wie es in einem Lied aus Holland heißt, nun Anfragen ohne Ende bzgl. der Betreuung von Forschungsarbeiten erhielten. Meine gesammelten Vorurteile muss ich wohl einpacken, denn ich vermute, Vogt und Deimann würden nicht so ungeschickt auf forschungswillige Studenten reagieren, wie ich es bei einigen Dozenten erfahren habe.

Nun heißt es also auch von mir „Deckel zu“ und vielen Dank für das überraschende Date am Freitag in Form einer rundum gelungenen Nachschlag-Sendung. Improvisation ist nicht nur musikalisch gesehen für mich das Sahnehäubchen!

Advertisements

3 Gedanken zu „DaF – Nachschlag zum #ExIF13

  1. Pingback: Noch ein MOOC | Forschungswege

  2. Pingback: #exif13 persönliche Abschlussgedanken (Metaebene) | Bildungscafe Blog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s