Technik

Es gibt Sachen, die kann es eigentlich gar nicht geben! Einen PC zum Beispiel, der kurz nach dem Semesterstart verglüht. Einfach so. Vom Drucker, der seinen Geist garantiert vor Abgabe der Hausarbeit aufgibt, ganz zu schweigen. Oder einen Laptop, dessen Bildschirm – immerhin mit Vorwarnung, d. h. immer langsamer werdend – zappenduster wird. Aus. Vorbei. Der Nächste bitte. – Nun ist es ja nicht so, dass Technik keinen Spaß machen würde. Ein Navigationsgerät im Auto könnte beispielsweise verhindern, dass man, statt quer durch Berlin zu kurven, plötzlich mutterseelenallein mit einem kleinen PKW in einer Schlange riesiger LKW (wahrscheinlich voll beladen mit Technik) an der polnischen Grenze steht. Natürlich mitten in der Nacht. Im Vergleich ist das etwa so, als befände sich ein Musiker in einem Fachgespräch über Computertechnik mit Informatikern. Auch allein, versteht sich. – Ein zehn Jahre altes Handy, voll funktionstüchtig, taugt immer noch für den Notfall. Nur, dass dieser Notfall nie eintritt und wenn doch, dann liegt das Teil garantiert irgendwo zu Hause ‚rum – mit einem leeren Akku! Das würde mich aber wenig stören, denn die PIN-Nummer zum Starten des Gerätes hätte ich sowieso schon vergessen. Oder, sie funktioniert nicht. Genau so wenig wie Benutzername, Passwort oder unsägliches, weil unleserliches Captcha beim PC. Wie neulich, als ich ein neues Programm ausprobieren wollte: Delicious. Allein der Name zergeht ja förmlich auf der Zunge. Mehr als diesen Namen wußte ich allerdings darüber nicht. Ich unterschlage jetzt ‚mal vorsichtshalber, wie lange ich für die Installation gebraucht habe. Ach was, von wegen „ich“! Ohne fremde Hilfe wäre es mir nie gelungen, in den Genuß – ja, Delicious ist ein wahre Freude! – dieser Linksammlungshilfe zu kommen. Und damit bin ich beim eigentlichen Problem: Wenn man sich links und rechts umhört, dann heißt es oft, alles sei „ganz einfach“. Einfach ist eine Sache aber nur, wenn man Ahnung davon hat! Nun ist es nicht so, dass ich behaupte, ich hätte Ahnung von irgend etwas. Dies wird mir jedoch manchmal unterstellt und führt zu völlig absurden Antworten, wenn ich mich endlich dazu durchgerungen habe, jemanden um Hilfe zu bitten. Es ist kaum auszuhalten, nicht nur nichts zu wissen, sondern dieses Nichtwissen anderen gegenüber auch noch offenbaren zu müssen. In solchen Situationen fühle ich mich jedes Mal erwischt (ein feiner Artikel!) und spüre, wie mich ein mächtiger Fluchtreflex überfällt. Einfach untertauchen wäre deshalb in solchen Situationen angesagt. Doch selbst das gelingt mir nicht, weil ich den Notausgang nicht finde… Irgendwie erinnert mich das an die Anfangszeit in diesem Blog. Damals hatte ich mit Florentina eine sehr hartnäckige Modul-Betreuerin, die mir freundlich-bestimmt in weniger als 140 Zeichen mitteilte: „Du bleibst hier!“ und Caroline half mir dabei über einige technische Stolperfallen hinweg. Welch‘ ein Glück! – Seit einigen Tagen habe ich ein neues Spielzeug. Allein wäre ich wohl nicht so schnell in die Versuchung geraten, mich damit zu beschäftigen. Eine Art Dienstanweisung aus dem vergangenen Jahr machte mich darauf aufmerksam (siehe Foto) und die Auseinandersetzung damit war einfach nur folgerichtig, nachdem hier ‚mal wieder die Technik-Hütte lichterloh in Flammen stand. Das wiederum ist eine ganz besondere Geschichte, denn soviel Spiel und Spaß hatte ich schon lange nicht mehr. In diesem Sinne danke ich für die Empfehlung und vor allem dafür, dass mir vorher niemand gesagt hat, dass ich im Begriff bin, mir damit einen Mini-Computer ins Haus zu holen…

HandyKreuzGSPS: Wieso werden Mitteilungen eigentlich an die Spiegel in den Klassenzimmern geklebt? Eine E-Mail hätte ich vermutich eher registriert – oder gelöscht. Apropos, warum befinden sich die Buttons „Löschen“ und „Antworten“ so eng beeinander? Das steigert doch die Verklickquote in’s Unermessliche, oder nicht, Florian?

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2 Gedanken zu „Technik

  1. Das nennt man „geplante Obsoleszenz“ und regt mich schon länger auf. Das Highlight war ein Drucker welchen ich nach dem Leerdrucken der Tintenpatronen entsorgen konnte, weil die Nachbeschaffung der Tintenpatronen den Neuanschaffungswert überstiegen hätte. Konsumwelt ick hör dir trapsen. Bin mal gespannt wie lange sich mein iphone 4 noch hält. Ich habe den irrwitzigen Entschluss gefasst dieses noch weitere 2 Jahre zu verwenden. Mal sehen obs klappt.

    Mitfühlende Grüße
    Felix

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