XING, Facebook und Co.

Zusammenfassung der „Experimente“ zum Thema Vernetzung: @mdeimann, der Dozent aus diesem Beitrag, hatte recht. Das Ziel dieses Weblogs konnte ich nun erreichen. Wer wissen will, wie mein Weg aus der sozialautistischen Ecke hin zur Plaudertasche im vergangenen Jahr verlief: Hier ist die Route in Kurzform.

Twitter_2012

Twitter. Am 27.12.11 begann dort mein Selbstversuch. Dieser Plattform wäre ich nie verfallen, wäre mir nicht ein Gerücht zu Ohren gekommen. Angeblich wurde dort über dieses Blog geklatscht. Neugierig wie ich nun einmal bin, musste ich diesen Buschfunk einfach nachlesen. Ergebnis: Was dort stand, war nicht sehr schmeichelhaft für mich, aber es gibt Schlimmeres. 😉 – Am Anfang empfand ich das gegenseitige Folgen und Verfolgen als äußerst unangenehm. Während das Lesen anderer Kurznachrichten oft interessant war, fragte ich mich zunächst, was denn umgekehrt für die Folgenden der Grund für eine „Verfolgung“ sein könnte. Ich habe es nicht herausgefunden und inzwischen die Suche nach einer Begründung aufgegeben. Jedenfalls hätte ich mich vor einem Jahr noch nicht getraut, so viele Leute z. B. auf der Straße einfach anzusprechen – wie ich es per Twitter mache. Das hat sich inzwischen geändert und manchmal denke ich, dass mich in einer solchen Situation einige Menschen, gelinde gesagt, für bekloppt halten. Das Wichtigste an dieser Erfahrung: Es ist mir heute immer öfter herzlich egal, was Fremde über mich denken. Im Unterschied zu Freunden und Verwandten: Sie geben mir recht deutlich zu verstehen, dass sie meine kurzgefassten E-Mails nicht mögen. Das könnte durchaus als Ergebnis gewertet werden, denn „der Zwang zur Verdichtung“ regt auch meine Fantasie an… – Sehr nützlich finde ich die vielen Links, die mir förmlich aus dem Netz entgegen zu fliegen scheinen. Leider lässt sich Twitter nicht direkt mit Moodle verbinden. Es ist viel zu schade, die guten Informationen allein zu lesen. Deshalb freue ich mich umso mehr darüber, wenn ich mich mit Moodlern vertwittern kann. Die erste gegenseitige Verbindung dieser Art entstand mit @CaroFNG und existiert immer noch, auch wenn wir zu Übungszwecken einmal das Entfolgen geprobt haben. – Natürlich gibt es auch die Bilder von Kaffeetassen, Bahnhöfen und dergleichen. Diese Nachrichten mag ich nach einem Jahr mehr denn je.

FB_2012

Facebook. Im ersten Eintrag heisst es, dass ich dem Netzwerk am 9. Juni 2011 beigetreten bin. Tatsächlich musste ich das erst nachlesen, denn bewusst war mir dieser Beginn nicht mehr. Wahrscheinlich trieb mich mal wieder die reine Neugier dorthin. Nein, stopp, jetzt fällt es mir doch noch ein: Caroline Kfmnn, auch hier begleitete sie mich von Anfang an, schrieb in einer E-Mail etwas von „fb“. Völlig unwissend, wie ich war, musste ich einfach ausprobieren und sehen, was dort alles passiert. – Dieses Netz fand ich anfangs allerdings etwas seltsam und habe es selten genutzt. Mit steigender Anzahl der „Freundschaften“ hat sich diese Einstellung geändert. Inzwischen lese ich dort täglich spannende Beiträge in Links, die ich gerne teile. Funktionen wie „anstupsen“, „Spiele“, oder „Geburtstagskalender“ finde ich anstrengend und nutze sie selber nicht. Was mich in letzter Zeit mächtig irriert: Ich kann sehen, was anderen gefällt, was sie ausprobieren und kommentieren. Umgekehrt funktioniert das sicher auch und das hindert mich momentan daran, öfter als gewohnt „gefällt mir“ oder gar mehr zu sagen. – Auf die Werbung könnte ich verzichten. Dass diese „automatisch“ gesteuert wird, habe ich gleich am Anfang festgestellt: Als ich las, dass eine Freundin ein bestimmtes Produkt bewarb, fragte ich sie, warum sie das macht. Ich konnte förmlich durch den PC sehen, wie ihr die Gesichtszüge entgleisten, hatte sie doch damit nichts am Hut. Ich möchte jetzt gar nicht erst wissen, was auf anderen Seiten im Zusammenhang mit Werbung von mir zu lesen ist… – Eine Herausforderung ist es für mich, wenn mehrere Fenster mit privaten Nachrichten gleichzeitig aufploppen. Multitasking ist dort nichts für mich. Dass es diese Möglichkeit aber überhaupt gibt, finde ich sehr gut! Fehler habe ich dort übrigens auch schon fabriziert. Verklicken leicht gemacht, doch die Freunde haben sich wie ebensolche verhalten und waren nicht nachtragend.

XING_2012

XING. „Frischen Sie Ihre Kontakte auf…“ – diese regelmäßige Aufforderung per E-Mail beschreibt sehr gut, wie es um mein Verhältnis zu diesem Netzwerk bestellt ist. Dort muß ich mich jedes Mal neu einloggen und anmelden, alles wirkt auf dieser Plattform sehr förmlich. Möglicherweise fühle ich mich auch nur deshalb deplaciert, weil ich gar keine „Geschäftsverbindung“ im Sinne einer neuen Arbeitsstelle suche. Interessant war jedoch folgende Erfahrung kurz vor Toreschluß: Nur eine angefragte Person wollte wissen, warum ich mit ihr in Kontakt treten möchte. Da ich diese Frage selber gerne an andere Menschen stelle, fiel mir der Kontakt besonders auf. – Als weiteren Nachteil empfinde ich, dass jeder lesen kann, wenn ich eine Funktion teste. Das lasse ich also in Zukunft sein, obwohl es mich ziemlich zwickt.

Fazit. Man kann sich durch Links und Berichte über die Netzwerke wühlen, um Vorinformationen zu sammeln. Trotz einiger Skepsis zu Beginn, scheint mir aber das eigene Ausprobieren die lustigere Variante zu sein.. Der anfängliche Eindruck, sich von den vielen Informationen förmlich erschlagen zu fühlen, weicht durch tägliche Übung und Begrenzung der selbst gewählten Kontakte. Die Personenkreise überschneiden sich in den verschiedenen sozialen Netzen, wie im Leben ohne PC auch. Die Möglichkeit, den einen oder anderen auf jeden Fall „irgendwo, irgendwie, irgendwann“ erreichen zu können, finde ich wunderbar. Ich mag die „Statusmeldungen“ und manchmal wünschte ich mir tatsächlich, endlich auch so ein mobiles, internet-/foto-/sonstwasfähiges Gerät zu besitzen und verwenden zu können. Es war an der Zeit, sich zu vernetzen!

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4 Gedanken zu „XING, Facebook und Co.

  1. Schön zu lesen, dass es für dich positiv verlaufen ist.
    So befinde ich mich noch in der Testphase und habe andersherum angefangen, erst FB und jetzt Twitter, mit dem ich noch nicht so warm werde. Bisher finde ich es noch relativ anstrengend.
    Xing mmmh, hab ich keinen Account. aber das hört sich anstrengend an (auch probiere gerne alle Funktionen erst aus …)
    Aber am liebsten habe ich meinen Blog und seit neuestem auch einen zweiten mit Thematik eigene Stadt. Mal sehen wie es sich so verhält.
    lieben Gruß und nen schönes Weihnachtsfest, eva

  2. Ja, Eva, es war am Anfang auch anstrengend für mich. Ich vergleiche das ‚mal mit dem Unterrichtsbeginn auf einem Instrument. Dabei lässt sich auch erst nach einer Eingewöhnungsphase sagen, ob es die richtige Wahl war.

  3. Oh, dass kann ich nicht vergleichen. Ich kam nie in diesen Genuss ein Instrument erlernen zu dürfen. Leider.
    Aber ich teste ja gerne und bin geduldig (auf jeden Fall meistens), dass habe ich schon gelernt dank der Kinderleins.

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