Zum Einjährigen

Es gibt sicher spannendere Themen als einen Jahresrückblick. Statistik zum Beispiel. Allerdings funktioniert Statistik nicht ohne Rückblick. Nachdem @phwampfler erste Übersichten via Twitter veröffentlicht hat und @herrlarbig versicherte, er würde sich über mickerige Zahlen nicht totlachen, ist heute also „Hoseruntertag“ oder wie @dieGoerelebt es auch nennt: Tag der Blog-Statistiken. Hoseruntertag

Übersichtstabellen. Durchschnittlich eintausend Aufrufe pro Monat sehen auf den ersten Anfängerblick relativ viel aus. Wer sich jetzt vor Lachen ausschüttet, weil er diese Anzahl pro Woche oder Tag erreicht, dem gönne ich den Spaß von ganzem Herzen – mit neidloser Anerkennung. Nun, da ich weiß, dass diese Zahl im Vergleich zu anderen Blogs eine ziemlich kleine ist, bin ich trotzdem überrascht darüber. Im August 2012 gab es beispielsweise nur zwei Einträge. Obwohl im ersten Beitrag eine Intensivkur, in diesem Fall eine Auszeit vom PC, angekündigt und somit drei Wochen lang kein weiterer Artikel zu erwarten war, erscheinen 367 Aufrufe in der Statistik. Bis heute verstehe ich das nicht, aber es ist ein guter Grund, das Tagebuch weiterzuführen. Warum es im September so hoch her ging, soll später noch erklärt werden. Alle folgenden Daten wurden übrigens am 09.12.12 abgerufen.Übersichtstabellen

Aufrufe pro Monat. Ein Bild sagt mehr als tausend Zahlen, jedoch noch nichts über die Gründe für den Verlauf im Blog. „1 Aufruf heute“ ist sicher nicht der Brüller, aber auch kein Grund zur Besorgnis, wenn man weiß, dass sich eine solch‘ kleine Zahl am leichtesten kurz nach Mitternacht finden und im Laufe eines Tages durchaus vergrößern lässt.Monate

Gesamtzahlen und Followers. Wenn auch hier die Zahlen noch sehr übersichtlich erscheinen, so freue ich mich doch immer wieder wie ein Schnitzel über die Nutzung der Kommentarfunktion durch die Leserschaft. Allerdings zeigt die Statistik hier nur die sprichwörtlich halbe Wahrheit, denn auf jeden Kommentar gibt es natürlich eine Antwort von mir, die automatisch zur Gesamtzahl addiert wird.Gesamtzahlen

Top-Artikel. Lange Zeit unerreicht an der Spitze stand in der blogeigenen Statistik der Beitrag „Richtung Lehrer(ausbildung)“. Was der Aufzählung allerdings nicht zu entnehmen ist: Dieser Artikel konnte sich nur deshalb beinahe ein Jahr lang gegenüber den anderen behaupten, weil er „gesponsort“ wurde. Näheres dazu würde den Rahmen dieser Reflexion sprengen und sollte demnächst einmal genauer betrachtet werden – kleine Floskel am Rande. Warum aber konnten die Beiträge „540 Wiederholungsfragen“ und „Klausurspiel Statistik“ ohne fremde Hilfe so schnell an die Tabellenspitze gelangen und sich dort seit Wochen halten? Die Ursache dafür im Inhalt der Artikel zu suchen, wäre reine Selbstüberschätzung. Der Kindergartenspruch: „Teilen, teilen, das macht Spaß, wenn jeder teilt, hab’n alle ‚was“ trifft wohl eher den Kern. Diese Verteiler-Funktion nutze ich übrigens seit dem Beitrag „Von P1 bis P13“ vom 11. Oktober 2012 regelmäßig.TopArtikel091212

Am meisten kommentiert. Hier bleibt der Beitrag zur Richtung Lehrer(ausbildung) unangefochten an erster Stelle. Die Ursache ist wiederum nicht im Inhalt, sondern bei den Kommentatoren zu suchen. War das eine aufregende Zeit!KommentareMeiste

Top-Kommentatoren. Tja, kein Kommentar ohne einen Mensch, der ihn schreibt. Hier täuscht die Statistik noch einmal kräftig, denn sobald man von verschiedenen Adressen antwortet, beginnt eine neue Zählung. Herzlichen Dank also auch an alle statistisch Ungenannten für Eure Kommentare!

Kommentatoren

Das Lustigste in der Blogstatistik sind manche Suchbegriffe. Die Liste ist wesentlich länger als eine Bildschirmgröße und deshalb wird sie in diesem Beitrag nicht erscheinen. Zu einer gepflegten wissenschaftlichen Vorgehensweise gehört jedoch Objektivität und wer die Daten zur intersubjektiven Nachprüfbarkeit einsehen will, bekommt sie selbstverständlich. Ein paar Beispiele für Suchbegriffe aus dem vergangenen Jahr: „parken ohne druck“, „unstatistik des Monats“, „in gedanken parkplatz bestellen“, „neurose statistik“, „hausarbeit in zwei nächten“, „wahrscheinlichkeitsrechnung beispiel schwein“, „träume statistik“, „wie funktioniert eine neurose“, „die edupunks kommen“, „dosensuppe in zahlen“, „regression teller nicht aufessen und wetter“ … Hoffentlich wurden die Suchenden fündig.

Das Unheimlichste. Regelmäßig, allerdings nicht erst seit Beginn der o. g. Eigenwerbung, überfällt mich noch eine gewisse Unruhe, wenn ich merke, dass ein Beitrag von anderen geteilt wurde. Nicht, dass es mich nicht freut. Jedoch würde ich natürlich gerne wissen, wer einen Beitrag für verbreitungswürdig hält und vor allem warum? Nun, das wird wohl das sahnige Geheimnis der Teilenden bleiben im Gegensatz zu den Menschen, die ihr Gefallen an einem Artikel öffentlich bekunden. Zu den Spitzenreitern bei der Vergabe von Sternen gehört neben @KatjaJakubczyk übrigens @mons7, die dieses Blog schon eine lange Weile auf diese besondere Weise begleitet. Während ich beim ersten „Gefällt mir“ vor Verlegenheit knallrot angelaufen bin, kann ich mich inzwischen einfach nur noch darüber freuen. Der folgende Ausschnitt stammt aus dem Beitrag „Klausurspiel Statistik“. Share

Das Beste am Blog? Ursprünglich sollte es mal eine Reflexion zum Blog werden. Dieses Tagebuch hat mich fast „nebenbei“ durch die Beiträge und Kommentare zu einer Forschungsrichtung oder zumindest zu einem Thema für das Modul 2A geführt. Damit stellt sich allerdings gleich die nächste Frage: Was mache ich mit diesem Werkzeug, wenn die Ziele erreicht sind? Das war natürlich ein Scherz. Dann suche ich mir nämlich neue Ziele. 😉

Das Peinlichste? Es erwartet hoffentlich keiner, dass ich all‘ den Blödsinn an dieser Stelle noch einmal aufschreibe… Wen die Fettnäpfe brennend interessieren, der darf natürlich gerne auf die Suche gehen. Eine blogeigene Statistik wurde werkseitig zu diesem Thema jedenfalls nicht installiert.

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3 Gedanken zu „Zum Einjährigen

  1. Na, hört sich doch prima an.
    Und wer im Social Network teilt, der bekommt auch Seitenaufrufe. Mit dem privaten Blog mache ich es nur sehr selten, aber mit unserem neuen Blog rundum die Heimatstadt immer mehr und erschließe mir nun auch noch Twitter – der Mann macht sich schon Sorgen, weil ich mich immer mehr im Netz bewege (wo ich es doch immer kategorisch ausgeschlossen hatte … Zeiten ändern sich).
    Bei den Kommentaren sagt die Statistik auch nichts aus über den Inhalt der Kommentare, der ja auch nicht wirklich uninteressant ist.
    Liebe Grüße!

  2. Pingback: 2012 in review | Forschungswege

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