Die Frage im Heuhaufen

Warten. Während ich auf das Ergebnis der Statistikklausur und die „Eröffnung“ der Lernumgebung für das Modul 2A warte, sausen scheinbar unendliche Gedanken durch meinen Kopf. Im nächsten Semester soll es inhaltlich um die qualitativen Forschungsmethoden gehen. Problem 1: Das Modul schließt mit einer Hausarbeit ab, was mir auf jeden Fall besser gefällt, als eine Klausur zu schreiben. Wo also sollte das Problem liegen? Hier: Kein Mensch will von mir diesen Schein sehen und für den Abschluß des Studiums brauche ich ihn „offiziell“ auch nicht. Ich belege das Modul 2A aus dem gleichen persönlichen Interesse wie ich es vor einem Jahr mit M1 getan habe. Da sich die Inhalte von 1D und 2A jedoch in einigen Teilen überschneiden (der Kromrey-Studienbrief ist wieder dabei, ebenso Statistik und SPSS), würde ich am liebsten noch bis zur kompletten Umstellung des Moduls mit der Hausarbeit warten. Dann werden bestimmt andere interessante Studienbriefe in die Bearbeitung aufgenommen und das wäre mein persönlicher Mehrwert in diesem Modul. (Für Studierende, die einen straffen Zeitplan verfolgen, ist das Warten allerdings nicht ratsam.) Für die Hausarbeit muß ich mir eine Forschungsfrage überlegen und stehe somit förmlich mitten in Problem 2. Ich habe nämlich nicht die eine Frage. Im Gegenteil: Ich bin umzingelt von Richtungen oder, wie hier (25.12.11/17:17) formuliert, fühle ich mich ‚mal wieder wie ein wandelndes Fragezeichen. Wie soll ich aus dem riesigen Fragenhaufen die eine herausfinden? Im Februar empfand ich den Beitrag „Auf der Suche nach einer Forschungsfrage“ von Christian Spannagel als hilfreich für meine Suche. Inzwischen breitet sich die Fragewelle wie eine Flut in meinem Kopf aus. Zu viel ist einfach zu viel: zu viel Erfahrungen in der (schulischen) Praxis, zu viel Tätigkeit, zu viele Interessen. Natürlich kann es dabei im Prinzip kein Zuviel geben. Nur, im Moment ist alles so völlig unsortiert. Aber, wie wird es im Kurs „Wissenschaftstheorie“ (33210) so treffend beschrieben? „Der Wissenschaftler bei Popper verhält sich nicht anders als Aschenputtel […]“ (Behnke, S. 81).

Aschenputtel. Was interessiert mich (interests)? In Stichpunkten: (Fern-)Lehre, Didaktik (z. B. im Statistik-Modul [nein, ich bin nicht gänzlich verrückt!]), „neue“ Medien, LdL (wer mehr über „Lernen durch Lehren“ wissen möchte, findet hier und hier eine Auswahl von Beiträgen aus dem Blog von Jean-Pol Martin), Menschenbild (ebenfalls JPM, mehr dazu hier), Lehrer(aus)bildung. Beim Schreiben fällt mir allerdings auf, dass ich nicht mal eine Rangfolge der Themen herstellen kann! Man müßte die Richtungen miteinander verbinden… Weiter. Womit beschäftige ich mich derzeit (context)? Das ist relativ übersichtlich und als grobe Überschriften kristallisieren sich heraus: (Musik-)Schule, (Fern-)Studium. Und welche Erfahrungen (experiences) aus diesen Bereichen schleppe ich mit mir herum? Lernen und Lehren, Zusammenarbeit zwischen Schülern-Lehrern-Eltern in der Schule (z. B. Gymnasium) bzw. Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Lehrenden. Nu, mach was draus! Denke, denke. Die Guten ins Töpfchen, …

 

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