Darf’s ein bisschen mehr sein?

Aus allen Wolken. In den Hinweisen zur Klausur findet sich die Angabe, dass mit 25 bis 30 Aufgaben zu rechnen sei. In den uns zur Verfügung gestellten Online- und Übungsklausuren sind maximal 23 Aufgaben zu lösen. Das können also im September immerhin bis zu 35 Fragen (eine MC-Aufgabe hat fünf Fragen) mehr sein, als in den bisherigen (Übungs-) Klausuren. In der gleichen Zeit. Einerseits bin ich froh, diese Tatsache nicht erst in der Prüfung zu erfahren. Andererseits fürchte ich mich nun wieder ordentlich vor der Klausur. Von einhundert Punkten aus Zeitgründen (?) vielleicht 35 nicht zu erreichen, ergibt letztlich nur 65%, wenn alle anderen Aufgaben richtig sind. Das reicht jedoch nicht einmal für eine bestandene Prüfung, weil dafür 75 Prozent erforderlich sind! Hoffentlich habe ich mich hier verrechnet… Ich will diesen Schein und zwar in diesem Semester! Ein einziges Mal im Leben eine Klausur schreiben, die komplett aus MC-Fragen besteht – und sie bestehen. Obwohl, die numerischen Aufgaben sind ja gar nicht im MC-Stil. Hmm. Frustriert bin ich aber auch noch aus einem anderen Grund. Während aus der Richtung Statistik die Fragen der Studierenden prompt beantwortet werden, scheint die Leitung Richtung Biwi irgendwie verstopft zu sein. Dort wartet man gefühlt ewig oder gar ganz umsonst auf eine Reaktion und das erinnert mich ungut an alte Zeiten sowie Die sieben Todsünden eines Wissenschaftlers. Dabei schwingt doch dort quasi ein Musiker den Taktstock. Bevor ich mich nun aber um Kopf und Kragen schreibe: Es gibt ein Interview mit Peter Purgathofer zum Thema Prüfungen. Kleine Kostprobe: „Ich halte Prüfungen für kontraproduktiv zum Lernen. […] Ich glaube, dass Prüfungen das Lernen kaputt machen. […] Auch die Prüfungssituation an sich ist sehr kontraproduktiv, weil Druck erzeugt wird. Es gibt Zeitstress, mit dem manche nicht umgehen können, der aber ausschließlich in Prüfungssituationen existiert.“ Und zum Thema Prüfungsaufsicht: „Das ist ziemlich entsetzlich und desillusionierend. […] Man bekommt viel vom Stress und der Panik mit. Wenn man den Leuten die Prüfungsbögen gibt, spürt man den Adrenalin-Rush.“ Natürlich habe ich hier nur Zitate mit aktuellem, perönlichem Bezug ausgewählt. Interessant ist der Artikel aber besonders hinsichtlich der Frage, wie Purgathofer die Bewertung der Studierenden vornimmt. Hmm. Jetzt bin ich gar nicht mehr so mißgestimmt wie am Anfang. Also, her mit den Aufgaben, frei nach dem Motto: „Darf’s ein bisschen mehr sein?“

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4 Gedanken zu „Darf’s ein bisschen mehr sein?

  1. Hihi, zeichnet sich da ein kleiner Anflug von „Ängstlichkeit“ ab? Übrigends war ich zeitlich bei 1D schon nach 3 Stunden fertig (2 x gelesen, gerechnet und Lösungen im LOTSE übertragen). Eine Steigerung der Anzahl wegen, lässt sich also wuppen ;-).Das wird schon! Übrigends, egal für welches Modul Du dich in 2C entscheidest (Sozio- oder Entwicklungspsychologie), jene Klausur besteht dann wirklich nur aus Ankreuzfragen.

    LG Maik mal wieder

  2. Danke für den versteckten Tipp! Ich werde nun also trainieren, zwei Klausuren in der vorgegebenen Zeit zu schaffen und damit die tatsächlich wieder aufkeimende Furcht zu bezwingen.

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