Zusammenfassungen

Seit ein paar Tagen wird in diesem Blog verhältnismäßig oft nach Zusammenfassungen gesucht. Die habe ich natürlich – allerdings auf dem Papier. Ich könnte sie einscannen und den Suchenden hier zur Verfügung stellen. Aber, ob sie die Mindmaps entziffern würden und ihnen das wirklich hilft? Oder ich erstelle die Blätter gleich per PC, dann ist die Sache nicht so aufwändig. Ausgedruckt sieht das natürlich schick aus. Dabei geht mir jedoch ein wichtiger Schritt innerhalb eines Kreislaufes verloren. Vom Papier (Studienbrief) über (nein, besser in) den Kopf und die Hand zum Papier (Mindmap) zurück. Vielleicht ist die papierne Bearbeitung aber auch nur eine alte Angewohnheit. Die Vorteile sind klar: Immer griffbereit und überall hin mitschleppbar, unabhängig von Strom und abgestürzten oder durchgeglühten Geräten bzw. Sicherungen. Der Nachteil: Die Aufzeichnungen lassen sich nicht schnell mal eben an die Mitstudierenden elektronisch verschicken. Wenn ich mich also im nächsten Modul zu dieser Methode entschlösse, woher weiß ich dann, dass sie auch für mich die bessere ist? Das kann man nicht mal wissenschaftlich untersuchen, denke ich. Hypothese: Wer Zusammenfassungen mit dem PC erstellt, schreibt eine gute Klausur? Das Lernergebnis ließe sich evtl. noch mit der Klausurnote nachweisen. Aber, wer sagt mir denn, dass es ohne PC nicht genauso gut oder gar noch besser wird? Selbst experimentell mit Versuchs- und Kontrollgruppen ginge es aus dem gleichen Grund nicht auf. Es hat ja jeder nur eine Chance und wer nochmals schreibt, hat immerhin Vorwissen gebunkert.  Was mache ich mir hier überhaupt für Gedanken? Ich geh‘ mal lieber rechnen.

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8 Gedanken zu „Zusammenfassungen

  1. Liebe Kristina,

    ich schlage mich in Bezug auf meine Notizen und Gedanken mit ähnlichem herum.
    1. Suche ich immer nach dem „one and only“ …. die einzige und beste (formale) Art der Zusammenfassung/Gedankenaufzeichnung. Die einzige und beste Handtasche. Vielleicht gibt es ja (zumindest zweiteres 😉 letztendlich gar nicht?
    2. Bei den meisten digitalen „Lösungen“ geht mir immer mal wieder die formale „Normierung“ zu weit. (Striche werden zu gerade, zu schön, zu perfekt nur als Beispiel.)
    Aber liegt die Individualität vielleicht gar nicht darin, sondern in der Art, Externes zu in mir Eingeflochtenem zu machen?
    Meine 2cts…, die vielleicht gar keinen Sinn ergeben…. die ich aber trotzdem mal hier bei Dir hinterlassen und aufschreiben wollte. Vielleicht machen sie ja mehr Sinn (für mich), wenn ich Deinen Blog das nächste Mal besuche. :))

    Wie auch immer… wie immer anregender Text! Danke Dir dafür. Für Dich und Deine Texte!
    m

  2. Also, bei Handtaschen bin ich mir sehr sicher, dass es für mich nicht die Eine geben kann! 😉
    Da die Zusammenfassungen der Studienbriefe bisher nur für mich sein sollten, ist die handschriftliche Variante auf jeden Fall besser geeignet als der Ausdruck per PC. Wenn ich mir allerdings überlege, dass andere Leute damit auch etwas anfangen könnten, … müßte ich das tatsächlich mal üben.

  3. Liebe Kristina,

    nun passiert es. Nachdem ich hier gelegentlich lese, schreib ich heute sogar :-D.
    Mag doch mal mitteilen, wie ich das so anstell.
    Man nehme die Gesamtzahl der Studienbriefseiten, teile sie durch die Anzahl der möglichen Bearbeitungstage (abzüglich 1 Monat zum Lernen und einer locker geschätzten Anzahl der Tage, die man für das Leben/Freunde/Unternehmungen braucht). = Täglich zu bearbeitende Seitenzahl.
    Dann lese ich diese Anzahl der eben notwendigen Seiten und tippe mir gleichzeitig am PC die Zusammenfassungen. (Das zwingt einen, langsam jedes Wort gründlich zu lesen und auch noch drüber nachzudenken). Fremdwörter werden gleich mit Erklärung eingefügt. Das ganze danach hübsch ausgedruckt und dann werden auf Karteikarten in der Lernphase wichtige Sachen nochmals per Hand verschriftlicht…, Bilder als Beispiele eingeklebt etc.
    Ich geb Dir aber recht, auch wenn ich diese Zusammenfassungen weitergebe, ohne Lernen (und Studien der Originaltexte des SB) wird man da oft nicht richtig schlau draus.
    Nur bei der Statistik hab ich das Tippen gelassen…zu viele Formeln und Zeichen…da hab ich wie Du die Feinmotorik geübt und alles schick aufgeschrieben. Und eins hab ich auch gelernt…der Audiotyp bin ich nicht. So Podcast`s anhören…das geht gar nicht! Da bleibt absolut nix hängen.
    Beste Lernmethode ermitteln – über die Rangkorrelation vielleicht?

    Beste Grüße und maximale Lernerfolge! Maik grüßt aus Weimar

  4. Gar nichts ist passiert! Im Gegenteil freue ich mich sehr über Deinen Besuch hier und den Kommentar. Der klingt übrigens, als wäre er von einem Statistik-Experten erstellt. (Und, da Du die Klausur schon bestanden hast, kannst Du Dich wohl auch so nennen.) Vielen Dank dafür!
    PS: Hoffentlich kommt eine Aufgabe zur Rangkorrelation dran! 🙂

  5. Hach, ja. Eine Frage, die sich mir auch immer wiederstellt.
    Ich für mich habe den Weg gefunden, dass ich zuerst handschriftliche Notizen erstelle und mich zweiten Schritt dem PC widme und dort alles nochmal schriftlich zusammenfasse und erste Tabellen erstelle. Im letzten Schritt geht es wieder an Blatt oder besser Karteikarten und Stift. Möglichst in sehr kurzen Notizen nochmals zusammenfassen.
    Aufwändig, aber für mich halt effektiv und ich kann mich mit meinen Mitlernern austauschen.
    Ob sich dies auch für das Statistikmodul eignet, kann ich allerdings nicht beurteilen.

  6. Oh, das ist aber sehr aufwändig! Vielleicht gelingt mir das in diesem Semester noch für den Kromrey-Teil oder die zusätzliche Pflichtliteratur. Den Austauschgedanken habe ich nämlich auch im Sinn. Für den Statistik-Teil hilft aber wohl nur rechnen, rechnen, rechnen. 🙂

  7. aufwändig ja, aber man behält unheimlich viel. Man „kaut“ es ja auch immer wieder durch. *grins*
    Aber „lernen“ bedeutet ja auch genau dieses, dass ich dem Gehirn melde: Es ist wichtig, bitte behalten. Und dazu gehört nunmal es immer wieder zu wiederholen. Ich will ja nicht nur für den Moment das Wissen aneignen, sondern es tatsächlich auch wissen.

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