Gräsel

Was ist Empirische Bildungsforschung? Weil ich schon mit den Studienbriefen genug zu lesen (und vor allem zu lernen) habe, wollte ich eigentlich bei der zusätzlichen Pflichtliteratur auf Lücke setzen. Aber mal abgesehen davon, dass ich mich das nicht traue, wären mir damit z. B. „genestete Daten“ (wie wohlig das klingt! – der Link paßt auch zur Mehrebenenanalyse, doch dazu im nächsten Beitrag mehr) und Fakten zur Geschichte der Empirischen Bildungsforschung entgangen. Außerdem (bitte festhalten) geht es in diesem Text auch ein wenig um Lehrerforschung und die Frage, welche Merkmale ein „guter Lehrer“ aufweisen könnte. Na bitte, das Thema hatte ich doch schon am Anfang dieses Blogs hier im Visier. (Oh Mann, die aufregende Weihnachtszeit damals werde ich nicht so schnell vergessen!) Wird das wirklich meine Richtung? – Wenn man mal vom Adjektiv „gut“ absieht, bleibt ja nur noch der Begriff „Lehrer“ übrig. Der Zahnarzt meines Vertrauens ist der Ansicht, er könne Lehrer schon von Weitem an ihrer Art erkennen. Bisher habe ich das für einen mit Vorurteilen belasteten Einzelfall gehalten und mich nicht weiter darum gekümmert. Seit der letzten Sendung „Dossenheim zur Kreidezeit“ bin ich mir jedoch gar nicht mehr so sicher. In den dortigen „Bildungsnachrichten“ wird nämlich nach Lehrern gesucht und der beiläufige Satz „Man würde sie ja erkennen.“ (ca. 7:40 – 7:50) machte mich sofort stutzig. Zunächst vermutete ich einen Witz hinter den Worten, aber die Frage, ob und woran man Lehrer erkennen kann, verfolgt mich seitdem gnadenlos. Dass man mich nicht einmal in der Schule als Lehrerin erkennt, wurde mir erst vor ein paar Wochen bewußt. Die Frage einer unbekannten Schülerin: „Sind Sie die Putzfrau?“ verwirrte mich zunächst, dem Kind konnte ich trotzdem helfen… Also, an dieser Stelle würden mich ein paar Hinweise zur „Lehrererkennung“ auch privat erfreuen. – Apropos: Nicht nur der Wortwitz in den (Ankündigungen zu den) Sendungen ist einmalig gut. Dass die feine Idee mit dem Glücksrad statistisches Unbehagen in mir hervorruft, ist ja allgemein nicht weiter tragisch. Was z. B. Dipl.-Päd. Detlef Träbert in der Diskussion um Noten in der Schule meint, habe ich mir glatt mehrmals angesehen! Er beantwortet auch die Frage, wie es überhaupt dazu kam, dass wir heute mit Noten in der Schule zu tun haben. Was mich nun aber wieder rätseln läßt ist die Frage, warum an dem Notensystem immer noch festgehalten wird, wenn dessen Sinn schon Experten (auch in der Statistik!) anzweifeln.

Das Buch könnte ich mir eigentlich auch komplett kaufen. Gräsel, C. (2011) Was ist Empirische Bildungsforschung? In: Reinders, H. et al. (Hrsg.) Empirische Bildungsforschung. S. 13 – 26. Wiesbaden: Springer.

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