Statistik 8.1

Der einzige Scherz, auf den ich in diesem Jahr am ersten April ‚reingefallen bin, war dieser Artikel hier. Nicht, dass ich nicht vorsichtig genug gewesen wäre. Im Gegenteil! Aber, eine Studienkollegin aus einem früheren Studium hat tatsächlich ihre Diplomarbeit in der Sprachwissenschaft über Witze geschrieben. Danach konnte sie nicht mehr darüber lachen, weil sie eben schon über den Aufbau die Pointe nahen sah. Das ist mit der Darstellung empirischer Verteilungen für diskrete Merkmale ähnlich. Wer das Kapitel 4.1 noch in Erinnerung hat, dem kommt nun vieles bekannt vor. (Der Autor hat Nerven: Er nimmt als Beispiel für binäre Merkmale „Geschlecht“ und „Prüfungsleistung“. Aber, das ist immerhin mal etwas anderes als Parteien, Einkommen und der Stand der Bildung.) Bei Vierfeldertafel muß ich an Sport und Essen denken. Daraus könnte man doch auch mal eine Statistik machen. Am besten gefällt mir aber das Baumdiagramm, obwohl es in der Mathematik eher aussieht wie ein gefällter Baum. Warum fallen mir bei Statistik immer so komische Sachen ein?

Quelle: Mittag, H.-J. (2011): Statistik. Eine interdisziplinäre Einführung. Kurseinheit 1: Beschreibende Statistik. Studienbrief 33209. (S. 81-86). Hagen: FernUniversität.

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2 Gedanken zu „Statistik 8.1

  1. Ich kann und konnte es nie wirklich leiden, das Teilgebiet der Mathematik Wahrscheinlichkeitsrechnung/Statistik. Im Studium habe ich als überforderter Leistungsversager unter die Übungsaufgaben zur Statistik einen längeren Roman geschrieben, warum ich es ablehne, die Übungsaufgaben zu lösen. Quintessenz des Romans: In den Übungsaufgaben wurden die SI-Einheiten nicht richtig verwendet, das Gewicht wurde in kg angegeben. Später waren wir Kollegen am Bereich Schulmathematik der Humboldt-Universität zu Berlin, die Dozentin, die die Statistik las, und ich. Bis heute hat sie wahrscheinlich meinen kleinen Roman aufgehoben.

    Im Laufe der Zeit wurde mir klar, was mich an der „Würfelmathematik“ so stört: Sie ist so unglaublich destruktiv:
    Beispiel einer Übungsaufgabe: ERFOLG ist wenn die Maschine AUSFÄLLT. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass … .
    Der Tod saß einem ständig im Nacken, weil wieder und immer wieder irgendwelche Teile aus URNEN genommen oder in diese gelegt wurden.

    Auch Einsteins Spruch „Gott würfelt nicht.“ half mir nicht weiter. Irgendwie hatte ich die Klausur dann aber doch bestanden und konnte mich wieder der geliebten Geometrie widmen.

  2. Komisch, der Tod ist mir bei den Urnen auch gleich eingefallen. Vermutlich wird das Modell deshalb verwendet, weil sich alle Menschen irgendwann mit dem Thema beschäftigen müssen. Man hätte auch Eizellen nehmen können, aber da funktioniert das mit dem Zurücklegen wohl nicht so gut. Übrigens ist es ja in der Medizin ähnlich. Wenn Du dort einen positiven Befund erhältst, bist Du krank. Da will ich mal nicht kleinlich sein mit der Fachsprache.
    Irgendetwas muß es aber geben, was einige Leute so für Statistik begeistert! Hast Du eigentlich noch ein Exemplar von Deinem Roman? 🙂

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