Kleiner Schal

Wenn in einem Blog die Kommentare ausbleiben, kann das zur Deprivation beim Blogger führen (Schulmeister [2010] zitiert hier Krauss [2008], S. 2) und die Einstellung der Seite zur Folge haben. Nun, so weit ist es bei mir noch nicht und zwar allein aus dem Grunde, weil dieses Tagebuch erstaunlicherweise immer noch aufgerufen wird. Also schreibe ich weiter und übe mich im Kommentieren von Beiträgen in anderen Blogs, damit ich nicht nur konsumiere. Dabei ist mir allerdings jüngst ein kaum zu übertreffender Bolzen gelungen. Leider war’s im e-Denkarium (und eine direkte Verlinkung ist mir nun doch peinlich, deshalb kann ich Interessierte mit leichtem Hang zur Schadenfreude nur auf die Blogroll verweisen). Keine Kommentare bedeutet aber auch, mehr Zeit für die Hausarbeit zu haben, weil Antworten nicht erforderlich sind. Und so entstand inzwischen dieser kleine Schal: HA_4. Die dortige „Fleischeinwaage“ ist momentan das höchste der Gefühle und ich hätte anfangs nicht gedacht, dass mir ausgerechnet der persönliche Teil so schwer fällt.

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2 Gedanken zu „Kleiner Schal

  1. Ich denke, es kommt darauf an, was du willst. Wenn dein Blog vornehmlich deiner eigenen Reflexion dient, sind Kommentare mitunter hilfreich, aber nicht zwingend wichtig. Wenn du andererseits Rückmeldungen erwartest, weil du dir dadurch die Beantwortung – oder zumindest Diskussion – von Fragen erhoffst, dann entmutigt es sicher, wenn keine Kommentare eingehen.

    Ich denke, du machst das schon richtig, dass du quasi in Vorkasse trittst und auch bei anderen kommentierst. Wie sollen Menschen auch sonst auf dich stoßen?

    Bei mir gibt es auch immer Durststrecken, da tut sich lange Zeit gar nichts. Das liegt aber bestimmt auch daran, dass ich häufig nicht gezielt um Aufmerksamkeit bitte. Bei mir wichtigen Themen twittere ich Leute allerdings auch schon einmal direkt an. Ich kann schließlich nicht erwarten, dass sich alle gleich auf meine Gedanken stürzen und die ebenso interessant finden. „Content is king.“ Wer wirklich gute Beiträge liefert, bekommt ja schon fast ganz automatisch Rückmeldung. Alle anderen (zu denen zähle ich mich auch) müssen sich stärker darum bemühen. Und sicher braucht es dann auch einfach Beharrlichkeit.

  2. Besser hätte ich es auch nicht formulieren können. Im Moment ist es noch ein innerer Zwiespalt zwischen der Nutzung vieler neuer Möglichkeiten und dem gewohnten Arbeiten in Ruhe und Abgeschiedenheit.
    Und, falls andere Anfänger aus den beschriebenen Fehlern lernen können, ist ja auch ohne Kommentar schon viel gewonnen.:)

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