Versuch einer Weblog-Reflexion

Im nachfolgenden Text wird versucht, das Weblogkonzept und dessen Umsetzung zu reflektieren. Neben den Erwartungen und Erfahrungen soll damit auch die Frage nach der Weiterführung dieses Blogs beantwortet werden:  Blog_Reflex.

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23 Gedanken zu „Versuch einer Weblog-Reflexion

  1. „Im Idealfall sollten Lehrende an Universitäten auf dieses Blog aufmerksam werden, deren
    zeitliche Ressourcen es anfragenden Studierenden sowie Berufstätigen ermöglichen, mit
    ihnen zusammen zu arbeiten.“
    – Und was hast du mit diesen leuten gemacht? Wenn man leute kontaktiert, trägt man verantwortung. Hier hast du in erster linie leute mobiliisiert und konsumiert. Ist das ethisch vertretbar? Dazu: http://jeanpol.wordpress.com/2009/01/15/konsumiere-menschen-nicht-auch-nicht-in-twitter/
    – Ferner zitierst du „wissenschaftliche“ literatur aus 2010 oder gar 2007!!! Die texte (z,B. schulmeister) waren schon veraltet, als sie erschienen. Vergiss nicht, dass wir in einem neuen paradigma leben: vernetzung und GESCHWINDIGKEIT! Zu schulmeister siehe z.B: http://jeanpol.wordpress.com/2010/02/14/ich-glaube-da-liegt-ein-missverstandnis-vor-schulmeister-und-kein-ende/

  2. Du hast sofort ins Schwarze getroffen und ich war schon wieder auf dem Weg zum nächsten Tauchgang. Da ich mich für lernfähig halte, frage ich jetzt mal direkt (und dies ist auch auf mein Tempo bezogen das eigentlich Erstaunliche daran): würdest Du nach all‘ dem, was Du bisher vermutlich hier im Blog gelesen hast, mit mir zusammen arbeiten wollen? Ich fürchte mich vor der Antwort!

  3. Ich habe nur flüchtig gelesen und warte auf die darstelltung deines forschungsprogramms. Bisher war es vor allem eine stoffsammlung auf deren grundlage du hoffentlich bald eine forschungsfrage (hypohese) formulieren wirst. Und du musst unbedingt deine ängste ablegen. Keine emotionen, bitte!:-))

  4. Deine Reflexion finde ich gelungen.
    Ich fände es aber schon sehr schade, wenn du den Blog nicht in anderer Form zumindest weiterführen würdest. Dein Thema interessiert mich selbst auch brennend. Irgendwann ist das Studium vorbei und woher soll dann ein Betreuer für eine Doktorarbeit „einfach so“ gefunden werden!? Deshalb interessiert mich dein Blog schon sehr!
    Ich hoffe, du hast neue Ideen um deine Ziele zu erreichen! Viel Glück dafür!

  5. BK, am Ende des Studiums werden die eigenen Themen klar sein und dann würde sich bestimmt auch ein Betreuer finden lassen. Mein Ziel aber sind die bisher unbearbeiteten Richtungen, die vielleicht in irgendwelchen Schubladen oder Köpfen liegen. Themen, für deren Bearbeitung keine Zeit oder kein Geld oder keine Leute da sind. Ich freue mich darüber, dass wir das gleiche Ziel haben, wenn vermutlich auch aus unterschiedlichen Motiven. Mit Dir hätte ich also die ursprüngliche Zielgruppe angesprochen!

  6. Ich gehöre sicherlich zur ursprünglichen Zielgruppe. Und ob unsere Motive sooo unterschiedlich sind…. Ich weiß es nicht

  7. Deine Reflexion klingt, finde ich, sehr unpersönlich. Sie liest sich ganz anders als deine Weblog-Texte. Mein Eindruck: Die wissenschaftliche Reflexion in deinem Text ist nichts sagend. Deine Blogartikel, in denen du auch beschreibst, was das Ganze mit DIR macht, sind wesentlich interessanter.

  8. Auch das hat gesessen! Wie weit ist es eigentlich von unpersönlich zu Unperson? (Tschüß, Hörsaalspiele, hier brauche ich nicht mehr anzuklopfen.) Aus der Vogelperspektive betrachtet bietet unpersönlich nämlich eine Menge Schutz. Ich habe das Blog gründlich an den Baum gefahren und mir gestattet, das möglichst sachlich zu formulieren. Die persönliche Achterfahrt in den Artikeln war nicht nur interessant für Dich. Auf dem Gebiet habe ich mehr gelernt, als ich vorhatte und es ist ein Teil des verfehlten Themas. Heute Nacht läuft die Frist ab, sich von der Prüfung abzumelden – nichts sagend reicht für keine Uni.

  9. Hallo Luci,
    zuerst einmal hast du dein Blog nicht an die Wand gefahren! Lediglich dein Konzept ist nicht aufgegangen. Das ist aber nicht verwunderlich, denn Blogs sind ein sehr dynamisches Medium – und das weißt du. Zudem wundert mich deine Enttäuschung, denn du konntest in den letzten Wochen sehr, sehr viel dazu lernen. Wenn ich dein Konzept richtig im Kopf habe, war dein Blog doch als Lernjournal gedacht, oder????

    Persönlich/ unpersönlich? Blogposts mit persönlicher Note zu verfassen – schön und gut – aber in einer Hausarbeit? Wie mir neuerdings bekannt ist, soll/ darf die ja nicht einmal in der ICH-Form geschrieben sein. Allein durch diese gequälten Passivkonstruktionen geht schon viel an persönlicher Note flöten.
    Dazu kommt, dass Prüfungsleistungen uns als Studenten sehr viel mehr unter Druck setzen als das Verfassen von Einträgen in unserem Blog – auch das verschlingt persönliche Akzente.
    Aber dessen sollten sich Professoren/ Dozenten….eigentlich bewusst sein, oder? Auch sie waren einmal an unserer Stelle. Naja, vll haben sie diesen Druck und die damit verbundenen Ängste bereits vergessen.
    Kof hoch, Luci! Sieh das alles hier als konstruktive Kritik, nicht als persönlichen Angriff, nimm dir nicht alles zu Herzen, sondern lass es in Ruhe sacken, bild dir eine eigene Meinung dazu und dann entscheide, wie du mit deiner Reflexion verfährst.
    Nur eines mach auf keinen Fall: den Rückzug antreten!!
    Liebe Grüße Caroline

  10. Liebe Luci,
    von 0 auf 100 in drei Wochen – so könnte man doch dein Dasein als Bloggerin beschreiben oder?! Du hast dein Konzept überhaupt nicht an die Wand gefahren; im Gegenteil, es ergeben sich für dich spannende Reflexionsansätze für die Hausarbeit – wie langweilig wäre es, wenn alles nach (deinem vorher festgelegten) Plan gelaufen wäre?!
    Zu deiner Reflexion – erst vor kurzem habe ich beim Verfassen einer meiner Blogbeiträge darüber nachdenken müssen, was für eine unterschiedliche Art des Schreibens dies ist. Ich gestalte Arbeitsblätter für 10- bis 16-Jährige, ich verfasse Texte, die einer wissenschaftlichen Betrachtung genügen sollen, und nun blogge ich auch, was eine sehr persönliche Komponente beinhaltet… Das muss man erst einmal alles unter einen Hut bekommen! Und du bist auf dem richtigen Weg!
    Sei nicht zu selbstkritisch und steck den Sand nicht in den Kopf 🙂
    Liebe Grüße
    Sandra
    PS: Danke für den sehr lustigen Film! Ich habe ihn sofort in mein Musik-Blog integriert!

  11. typisch Lehrerin …
    sie beendet mit dem Klingelzeichen die BLOGG-Stunde

    und die BEGEISTERTE Klasse hofft auf Reprise und
    bleibt „anbegeistert“ zurück

  12. Okay, ich muss meinen Kommentar vielleicht noch klarer fassen. Ich bezog mit auf den Satz „Subjektiv betrachtet muss das Ergebnis als wenig erfolgreich bezeichnet werden.“ Es bleibt aber völlig unklar, weshalb. Du (Kristina) gibst zwar mögliche Ursachen an, aber man versteht nicht, weshalb du das subjektiv so empfindest. Weil ich weiß, was du in den letzten Wochen hier „durchgemacht“ hast, verwundert es mich einfach, dass die vielen Dinge, die du hier erfahren hast, in dem Bericht nicht auftauchen. Hier würde doch das EIGENTLICHE Potenzial für deine Reflexion liegen… oder nicht? Darüber hinaus verwundert mich diese negative subjektive Erfahrung. Ich hätte (von außen betrachtet) gedacht, dass du gerade zu der gegenteiligen Einschätzung kommst. Gerade darum würde es mich noch viel mehr interessieren, weshalb du das Projekt als subjektiv wenig erfolgreich beurteilst.

    Welche Anforderungen deine Prüfer an Texte der Textsorte „Reflexion“ stellen, weiß ich natürlich nicht. Ich jedenfalls würde mehr „Reflexionsfleisch“ erwarten, egal, ob in ICH-Form geschrieben oder nicht.

  13. Gelernt ist gelernt. Nicht vergessen: zwölf Wochen Ferien, gelegentlich hitze-, sturm- oder schneefrei, ständig Pausen usw. usf. Einfach ein herrlicher Beruf – hast Du Dich etwa verwählt?

  14. Das Blog sollte auch als Lerntagebuch (i. S. v. fachlich-sachlichem Zuwachs) geführt werden. Es ging von Anfang an um das Ziel, wie eine mögliche Betreuung für eine wiss. Arbeit gefunden werden könnte. Das Ziel wurde nicht erreicht = wenig erfolgreich (und das ist noch geschmeichelt.) Völlig ausgeblendet habe ich dabei die eigene Unvollkommenheit (ja, ich hätte gern 100% oder besser noch: Perfektion) und das sind die zu hohen Ansprüche an alles und jeden = wenig erfolgreich. Als der erste Schleudergang startete, habe ich nur noch gedacht: was mache ich, wenn jetzt wirklich einer mit mir zusammen arbeiten will? Die Zielsetzung ist einfach vermessen gewesen = wenig erfolgreich, weil nicht vorher erkannt. Ich nehme jetzt mal die Abkürzung: natürlich habe ich durch die Diskussionen im Blog eine Menge gelernt über Menschen und Dinge oder das Bewegen im Netz. Das bewerte ich durchweg als positiv. Nur, das war nicht das Ziel, sondern ein Nebeneffekt, der in der Gesamtbewertung aus einem erfolglosen Projekt immerhin ein wenig Erfolg macht = wenig erfolgreich. Ich muß noch nachdenken.

  15. Pingback: Und jetzt? – Die Frage „ob“? | Die beSONDERe Berufsvorbereitung

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