Parallelen

Wer berufstätig ist, kommt im Laufe seiner Arbeitsjahre irgendwann mit dem Thema Fortbildung in Berührung. Während diese Veranstaltungen im Bereich der Musikalischen Früherziehung/Elementarbildung seit mindestens 20 Jahren gern in Form von Gruppenarbeiten und -spielen ablaufen, hat solche Art der Beschäftigung von Teilnehmern offensichtlich auch in anderen Fächern und Bereichen der Bildung Eingang gefunden. Wenn Gruppenarbeiten der Darstellung und dem Verständnis von praktischen Inhalten dienen, kann ich ihnen einen gewissen Nutzen für die Unterrichtsgestaltung nicht absprechen. Führen diese Spiele jedoch zu keinen neuen Erkenntnissen, die ich mir als Teilnehmer von einer Fortbildung erhoffe, entsteht bei mir eine ablehnende Haltung gegenüber solchen Veranstaltungen.

Dass es auch anders geht, lässt sich gut u. a. hier nachlesen. Die Beschreibung des Ablaufes weckt Erinnerungen an die Praxis von Probevorspiele in manchen Orchestern: Hinter einem Vorhang spielen die Kandidaten ihre Musikstücke, ohne von der Jury gesehen zu werden. Aus meiner Sicht ist das ein Schritt zu mehr Objektivität in der Bewertung von Leistungen. Wie würden wohl die Arbeiten von Schülern und Studentinnen ausfallen, wenn die Bewertenden kein persönliches Bild von ihnen vor ihren Augen hätten, wenn der Name der Kandidaten nicht auf dem Blatt oder der Hausarbeit stünden? Fünf Aufsätze, fünf Lehrer, fünf Beurteilungen – was heißt das für den Schüler?

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