Kein Versuch

Es war nicht meine Absicht, hier über einen nicht durchgeführten Versuch zu schreiben. Da aber nun ein Ergebnis vorliegt und die Beschreibung von Experimenten geübt werden muss, nehme ich die Ereignisse der letzten Tage und Wochen zum Anlass dieses Beitrages.

Im Rahmen meiner Literatursuche zum Thema „Hörsaalspiele“ (hier) finde ich immer wieder Texte, zu denen ich weitere Fragen habe. Im Gegensatz zu den Autoren aus meinem ersten Studium leben die Verfasser meistens noch. Was liegt also näher, als mit den Leuten Kontakt aufzunehmen? Naja, fremde Menschen anzusprechen gehört nun ‘mal zu meinen Schwächen. Ich rechne deshalb in einem Zeitraum von Jahren, bis der Wunsch in die Tat umgesetzt ist. Für ein Studium dauert das allerdings viel zu lang, denn Wissenschaftler scheinen bis zum Nestbau im Elfenbeinturm die reinsten Wandervögel zu sein. Außerdem sind die Anschriften oder anderen Kontaktmöglichkeiten von Autoren in ihren Büchern oft veraltet. Aber, Internet und Mail bieten ungeahnte Möglichkeiten!

Vorgeschichte. Es begab sich also (und, auch wenn es wie ein Märchen klingt, es trug sich tatsächlich so zu), dass ich nach einem Blogbeitrag über ein feines Buch erst einmal im Netz nach Informationen über den Autor suchte – und plötzlich eine Mail von ihm erhielt. Obwohl es dabei gar keinen Zusammenhang geben kann, fühlte ich mich erwischt. Dieses Gefühl war für mich so verwirrend, dass ich zunächst alle guten Sitten vergaß und fragte, ob denn jetzt Ärger drohe. Schließlich hatte ich in dem erwähnten Beitrag mehr als reichlich zitiert. Außerdem war ich völlig von den Socken, dass ein Fremder den verhältnismäßig langen Artikel bis zum letzten Satz gelesen hat. Nun, der Verfasser verfügte in seiner Antwort über genügend Humor, was mich dazu anstachelte, ein paar Fragen abzusenden. Das Unglaubliche daran war, dass ich mehrmals prompte Antworten und Hinweise erhielt, die mich in meinen Gedanken voran trieben.

Kein Experiment. Inzwischen las ich weitere Bücher und es tauchten immer neue Fragen auf. Nur, ich konnte und wollte nicht über jeden Text einen Beitrag schreiben und darauf hoffen, dass vielleicht jemand darauf reagiert. Also musste ich agieren und wählte dafür die Form einer Mail. In diesem Fall handelte es sich um eine Autorin, die ebenfalls umgehend antwortete, kurz und gehaltvoll. Sie nannte mir Namen von Personen, die mir helfen könnten. Damit musste ich meine bisherige Vorgehensweise auf den Kopf stellen, d. h. zuerst googeln, um danach die Menschen anzuschreiben. Das allein war schon ziemlich spannend, aber, ein wenig fürchtete ich mich doch vor den Reaktionen. Diese Angst erwies sich allerdings als unbegründet. Nur in einem Fall erhielt ich keine Antwort, was angesichts der Fülle von Informationen und Tipps von allen anderen „Versuchspersonen“ nicht wesentlich in’s Gewicht fiel. Manche sagen auch „nicht signifikant“ dazu. Mehrmals hatte ich sogar den Eindruck, dass eine Zusammenarbeit im Sinne des Ideals von Humboldt entstanden ist. Das klingt zu hoch gegriffen? Egal, die Diskussionen haben mir viel Spaß gemacht und mich in ihrer Intensität beeindruckt. So muss Studieren für mich sein.

Fazit. Eine Beschreibung im wissenschaftlichen Sinne ist das hier nicht geworden. Die Autoren habe ich zwar geplant angeschrieben, aber es gab kein „Forschungsdesign“. Zudem fällt die Auswahl zahlenmäßig unter die Formulierung „nicht repräsentativ“. Die Personen hätten nach Männlein und Weiblein bzw. ihrem akademischen Grad und/oder nach Anzahl und Inhalt ihrer Antworten unterschieden werden können. Für mein Ergebnis ist das unwichtig. Wichtig ist jedoch, dass mir nach wenigen Erfahrungen anderer Art (hier) der Glaube an den Menschen im Wissenschaftler erhalten bleibt. Weil das aber ein subjektiver Eindruck ist, bringt es die Wissenschaft nicht um ein mü voran und gehört damit leider in die (Blog-)Tonne.

MOOCwelle

In Sachen Klamotten bin ich resistent wie Alabaster. Jede Modewelle zieht unbeachtet an mir vorüber. Überhaupt tauche ich lieber unter einer Welle hindurch anstatt darauf zu schwimmen. Mainstream? Nichts für mich. Und nun schwappt eine Welle anderer Art durch das Netz. Nein, es geht mir nicht auf den Senkel, dass ich in der letzten Zeit mehr und mehr über MOOCs lese. Im Gegenteil: Die Themen, mit welchen die Veranstaltungen gefüllt werden (sollen), gefallen mir durchweg. Mein Interesse an MOOCs allgemein wurde mit dem #mmc13 geweckt und aktuell “beäuge” ich den #iddg13 an der FernUni in Hagen. Doch plötzlich lese ich auf Twitter und Facebook von anderen Ideen zu neuen MOOCs. Angefangen hat es mit der “Kunst des Argumentierens” von Susanne Schönborn (hier). Na gut, dachte ich, da ist Monika E. König dabei. Sie war schon am #mmc13 beteiligt und macht das wohl nun innerhalb ihrer Arbeit. Doch schnell folgte der Link zum Doppel-MOOC von Christian Spannagel, Michael Gieding, Lutz Berger und Martin Lindner zu “Mathematischen Denk- und Arbeitsweisen in Geometrie und Arithmetik (hier). Martin Ebner und Sandra Schön wollen einen l3t-MOOC über das “Lernen und Lehren mit Technologien” anbieten (hier) und Karsten D. Wolf und Thomas Bernhardt (hier) haben sich das Thema “Erfolgreich studieren mit dem Internet” ausgedacht. Heute früh flatterte dann die Botschaft “Medienbildung und Mediendidaktik. Grundbegriffe und und Praxis” von Kerstin Mayrberger (hier) in das Netz. Langsam wurde ich stutzig. Wenn ich es richtig verstanden habe, soll per Abstimmung darüber entschieden werden, welcher Kurs produziert wird (hier). Es geht dabei auch um Geld. Tja, und jetzt frage ich mich: Was soll das? Auf der Startseite wird gefragt, was die Teilnehmer lernen wollen. Danach kann man sich für einen Kurs (oder mehrere?) entscheiden. Was ich lernen will? Alles – und noch viel mehr! Wie soll ich mich für einen Kurs entscheiden, wenn es noch so viele andere spannende Themen gibt? Und, warum werden nur die Kurse gefördert, die die meisten Stimmen erhalten haben? Das ist doch Quark, weil vom Zufall und evtl. der Präsentation des Bewerbungsvideos abhängig. Mit dem Inhalt hat das noch gar nichts zu tun und das finde ich nicht in Ordnung. Und, was passiert mit all’ den anderen schönen Ideen? Verschwinden sie in der Versenkung, nur weil das entsprechende Netzwerk fehlt? Es ist ein wenig wie bei Architektur-Wettbewerben – subjektiv. Ist das der Sinn, wenn es um Innovationen in der Bildung geht? Was treibt die Professoren an, bei dieser Aktion mitzumachen?

Technik

Es gibt Sachen, die kann es eigentlich gar nicht geben! Einen PC zum Beispiel, der kurz nach dem Semesterstart verglüht. Einfach so. Vom Drucker, der seinen Geist garantiert vor Abgabe der Hausarbeit aufgibt, ganz zu schweigen. Oder einen Laptop, dessen Bildschirm – immerhin mit Vorwarnung, d. h. immer langsamer werdend – zappenduster wird. Aus. Vorbei. Der Nächste bitte. – Nun ist es ja nicht so, dass Technik keinen Spaß machen würde. Ein Navigationsgerät im Auto könnte beispielsweise verhindern, dass man, statt quer durch Berlin zu kurven, plötzlich mutterseelenallein mit einem kleinen PKW in einer Schlange riesiger LKW (wahrscheinlich voll beladen mit Technik) an der polnischen Grenze steht. Natürlich mitten in der Nacht. Im Vergleich ist das etwa so, als befände sich ein Musiker in einem Fachgespräch über Computertechnik mit Informatikern. Auch allein, versteht sich. – Ein zehn Jahre altes Handy, voll funktionstüchtig, taugt immer noch für den Notfall. Nur, dass dieser Notfall nie eintritt und wenn doch, dann liegt das Teil garantiert irgendwo zu Hause ‘rum – mit einem leeren Akku! Das würde mich aber wenig stören, denn die PIN-Nummer zum Starten des Gerätes hätte ich sowieso schon vergessen. Oder, sie funktioniert nicht. Genau so wenig wie Benutzername, Passwort oder unsägliches, weil unleserliches Captcha beim PC. Wie neulich, als ich ein neues Programm ausprobieren wollte: Delicious. Allein der Name zergeht ja förmlich auf der Zunge. Mehr als diesen Namen wußte ich allerdings darüber nicht. Ich unterschlage jetzt ‘mal vorsichtshalber, wie lange ich für die Installation gebraucht habe. Ach was, von wegen “ich”! Ohne fremde Hilfe wäre es mir nie gelungen, in den Genuß – ja, Delicious ist ein wahre Freude! – dieser Linksammlungshilfe zu kommen. Und damit bin ich beim eigentlichen Problem: Wenn man sich links und rechts umhört, dann heißt es oft, alles sei “ganz einfach”. Einfach ist eine Sache aber nur, wenn man Ahnung davon hat! Nun ist es nicht so, dass ich behaupte, ich hätte Ahnung von irgend etwas. Dies wird mir jedoch manchmal unterstellt und führt zu völlig absurden Antworten, wenn ich mich endlich dazu durchgerungen habe, jemanden um Hilfe zu bitten. Es ist kaum auszuhalten, nicht nur nichts zu wissen, sondern dieses Nichtwissen anderen gegenüber auch noch offenbaren zu müssen. In solchen Situationen fühle ich mich jedes Mal erwischt (ein feiner Artikel!) und spüre, wie mich ein mächtiger Fluchtreflex überfällt. Einfach untertauchen wäre deshalb in solchen Situationen angesagt. Doch selbst das gelingt mir nicht, weil ich den Notausgang nicht finde… Irgendwie erinnert mich das an die Anfangszeit in diesem Blog. Damals hatte ich mit Florentina eine sehr hartnäckige Modul-Betreuerin, die mir freundlich-bestimmt in weniger als 140 Zeichen mitteilte: “Du bleibst hier!” und Caroline half mir dabei über einige technische Stolperfallen hinweg. Welch’ ein Glück! – Seit einigen Tagen habe ich ein neues Spielzeug. Allein wäre ich wohl nicht so schnell in die Versuchung geraten, mich damit zu beschäftigen. Eine Art Dienstanweisung aus dem vergangenen Jahr machte mich darauf aufmerksam (siehe Foto) und die Auseinandersetzung damit war einfach nur folgerichtig, nachdem hier ‘mal wieder die Technik-Hütte lichterloh in Flammen stand. Das wiederum ist eine ganz besondere Geschichte, denn soviel Spiel und Spaß hatte ich schon lange nicht mehr. In diesem Sinne danke ich für die Empfehlung und vor allem dafür, dass mir vorher niemand gesagt hat, dass ich im Begriff bin, mir damit einen Mini-Computer ins Haus zu holen…

HandyKreuzGSPS: Wieso werden Mitteilungen eigentlich an die Spiegel in den Klassenzimmern geklebt? Eine E-Mail hätte ich vermutich eher registriert – oder gelöscht. Apropos, warum befinden sich die Buttons “Löschen” und “Antworten” so eng beeinander? Das steigert doch die Verklickquote in’s Unermessliche, oder nicht, Florian?

Sicherheit und Respekt

Zum Ende des Semesters mehren sich die Umfragen. Evaluationen zur Studierendenzufriedenheit finde ich einerseits sinnvoll und kreuze natürlich auch an, in welchem Maße ich mit der Betreuung durch die Dozenten zufrieden war. Andererseits wurde ich noch nie gefragt, was ich mir von Seiten der Betreuer wünsche. Meine Antwort wäre: Respekt und Sicherheit.

Respekt. Es gibt Menschen, die sagen, dass sie keinen Respekt vor anderen Menschen haben. Ich musste lange nachdenken, doch ich fand niemanden, den ich nicht respektiere. Natürlich gibt es auch Leute, die mir manchmal/ständig – bewußt oder unbewußt – vor das Schienbein knallen. Trotzdem erkenne (suche?) ich an ihnen auch mindestens eine Seite, die es wert ist, respektiert zu werden. Diese Sicht von Dozenten auf Studierende wünsche ich mir – und durfte tatsächlich schon erfahren, dass eine solche Art zu Sehen möglich ist.

Sicherheit. Das könnte ein Sammelbegriff sein für Vertrauen, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Erreichbarkeit usw. usf. Warum ist mir Sicherheit so wichtig? Ganz einfach: Unsicher sein kann ich allein. Es muß möglich sein, den Betreuern Fragen zu stellen, ohne gleich eins auf die Mütze zu bekommen – im schlimmsten Fall vor anderen Menschen. Auf eine sachliche Frage erwarte ich eine sachliche Antwort. Kein Abwarten, was die Kohorte dazu meint, keine Weiterleitung an den Rechtsanwalt, kein Schweigen, kein Abwimmeln, keine offenen Messer. Ich wünsche mir klare Ansagen statt Versteckspiele, Geduld ohne Ende für Fragen ohne Ende. Spaß fände ich ebenfalls angemessen, doch selbst dafür ist ein Fundament nötig: Respekt und Sicherheit.

Studierende können sich die Betreuer ihrer Hausarbeiten nicht aussuchen. Für Diplom- oder Masterarbeiten wird die Auswahl schon gezielter getroffen. Bei meinen bisherigen Versuchen hatte ich wohl Glück. Ich wußte, welches Thema ich wie bearbeiten wollte und fand Professoren, die mich in Ruhe schreiben ließen. Heute würde mir diese Art der Betreuung nicht mehr reichen, weil mir die Kritik fehlte. Und für Kritik brauche ich: Sicherheit und Respekt. Ich weiß, dass es durchaus Dozenten gibt, die sich über die Art der Betreuung von Studierenden Gedanken machen. Aktuelle Beispiele, wenn auch höheren Sphären zugehörig, finden sich in diesem oder diesem Beitrag von Gabi Reinmann. Ich würde dort zu gerne kommentieren: “Vergesst die Menschen nicht und fragt sie nach ihren Wünschen!” Ist das respektlos?

Maslow: Motivation und Persönlichkeit

Schon auf der ersten Seite begegnet mir der Begriff „Menschenbild“, der sich erst vor etwa einem Jahr in mein Denken geschlichen hat (danke, @Jeanpol!). In Maslows Buch geht es um „eine andere Philosophie der menschlichen Natur, ein neues Menschenbild“ (S. 7). Und gleich weiter an’s Eingemachte: Die „Philosophie des sinnvollen Lebens ist […] verfehlt oder zumindest unreif“ (S. 14). Ebenso besagt die Nörgelei-Theorie nichts Gutes: „… hier sieht es aus, als hätten wir noch immer nicht diese ewig gültigen Lektionen gelernt, nämlich, daß, wenn wir erreicht, wonach wir uns gesehnt haben, […] der ganze Prozeß von neuem beginnt“ (S. 16). An dieser Stelle könnte ich das Buch schon wieder schließen, denn ich ahne, was ich mir damit eingebrockt habe. Aber, gemäß der Nörgelei-Theorie will ich natürlich mehr

Spanische Rosen

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es ist alles “massiv” in Ordnung! ;)

“Chester hätte es wissen müssen,

Sie hätte es wissen müssen, wie’s kommt.

Daß bei all dem Gold dieses Unwetter folgt” (aus: 3/4 Mond).

M wie massiv.  Einzeln – kein Problem, in der Masse – ein Alptraum schlechthin.

M wie MOOC. Als ich mich in den Weihnachtsferien für die erneute Belegung des Moduls 2A im neuen Semester entschied, hatte ich mich bereits “Blond und blauäugig” für den MOOC13 angemeldet. Ich folge den MOOC-Aktivitäten ungeplant passiv – und verstehe nur Bahnhof… Ich kann die Zielorientierung dort nicht erkennen. Außerdem plagt mich das schlechte Gewissen, andere Leute zu dem Kurs motiviert zu haben und nun selber die Sache einfach nur zu beobachten.

M wie Mail. Zu Beginn diesen Jahres fasste ich den Entschluss, sämtliche ehrenamtliche Tätigkeiten aufzugeben nach dem Motto: Ganz oder gar nicht! Als ich in der Biwi-Lounge der FernUni Hagen schrieb, dass ich meine Arbeit im Tutorenteam beende, verstopfte sofort mein E-Mail-Postfach mit besorgten Anfragen. Selbstverständlich bekommt jeder eine Antwort. Es ist alles in Ordnung.

M wie Mensch. Meiner Statistik-Patengruppe bleibe ich treu, so lange es noch Fragen zur Klausur am 06. März gibt. Im Sommersemester werde ich keine neue Patenschaft übernehmen. Ist das egoistisch? Vielleicht. Einerseits ist es schön zu beobachten, wie das Verständnis der Gruppe für die Aufgaben wächst. Andererseits will ich jedoch die Angst der Kandidaten vor der Prüfung nicht mehr spüren müssen. Solche starken und gleichzeitig sinnlosen Emotionen!

M wie Mephistopheles. Im “Untergrund” beschäftige ich mich mit einem Thema, welches mich seit einem Jahr nicht mehr loslässt und in das ich nun langsam eintauche. Genau so, wie ich es mir vorgestellt und gewünscht habe. Am liebsten würde ich dort nicht nur weiter ein-, sondern selber völlig untertauchen; als meine Art des Studiums in Einsamkeit und Freiheit. – Ginge es mir besser, wäre es nicht auszuhalten!

MOOC und Spielregeln

Im November 2012 entschied ich mich dafür, eine “Auftragsarbeit” anzunehmen und einen sog. Impulsbeitrag für den im Januar 2013 statttfindenden MOOC zu schreiben. Ich fragte, wann der späteste Abgabetermin sei und fing an, mir Gedanken zu machen. Entstanden ist dabei dieser Text. Seitdem beobachte ich, mit wie viel Energie die Veranstalter den Kurs vorab erklären, Teilnehmer werben und das Programm erstellen.

Gestern erhielt ich von den Veranstaltern die Nachricht, dass Impulsbeiträge möglichst aktuell, m.a.W. noch nicht veröffentlicht, sein sollen. Das hätte mir eigentlich klar sein können, war es aber nicht. Nun habe ich das Team in Schwierigkeiten gebracht, weil ich dachte, meinen “Auftrag” bereits erledigt zu haben und nun einfach keinen (neuen) Beitrag schreiben kann. Nicht, dass es mir an Zeit oder Lust dazu fehlen würde. Jedoch hat sich inhaltlich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts ergeben, was ich dem Ursprungstext hinzufügen könnte. Deshalb warte ich ja so gespannt auf den Kurs, um zu erfahren, worum es sich dabei handelt.

Das MOOC-Team war so diskret, meine Absage für einen neuen Beitrag bei der Suche nach Ersatz nirgendwo zu erwähnen. So schlecht diese Erfahrung für alle Beteiligten ist, so wichtig erscheint sie sowohl für die Organisatoren als auch für mich: Die Veranstalter werden die Teilnehmer in Zukunft sicher noch besser über die “Spielregeln” informieren und ich begebe mich demnächst in den Gedankenspielen auf die Suche nach einer Antwort auf die Frage, was Spielregeln überhaupt sind und was sie ggf. beinhalten müssen.

2012 in review

Die Mühe mit einer eigenen Statistik in diesem Beitrag hätte ich mir sparen können. Interessant aber ist ein Vergleich mit der nachfolgenden, offiziellen WordPress-Statistik. – In diesem Sinne: Danke für’s Folgen, Lesen und Kommentieren! Inzwischen bin ich auch hier zu Hause und dort ist noch genügend Platz für alle, die mitspielen wollen. ;)

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 12.000 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 20 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Eine kleine Spielidee

Anfang Dezember erschien im Blog von @kusanowsky der Beitrag “Die Infantilisierung der Wissenschaft”. Auf das dortige Video von Christian Spannagel wurde ich kurze Zeit vorher per Facebook aufmerksam und konnte mir somit noch unabhängig vom Text und von der Diskussion im Blog meine Meinung dazu bilden. Die ersten Eindrücke: 1. Der Mitschnitt war für mich zu kurz. – 2. Das “informelle Gespräch” (Zarius, 1985) an den Anfang einer Vorlesung zu stellen, lenkt die Gedanken darauf, es könne sich auch im weiteren Verlauf um eine interaktive Veranstaltung handeln. – 3. Die “Gummibärchen-Methode” scheint nicht nur im Schulbereich verbreitet zu sein, dort allerdings eher am Ende einer Unterrichtsstunde. (Es sollte wieder Schulzahnärzte geben.) Auffällig war dabei jedoch, dass mit den Fledermäusen sowohl ein Übergang zwischen Internet und Vorlesung geschaffen als auch Motivation für den Vortrag, da am Beginn verteilt, angelegt wurde. – 4. Das Wortspiel “Graf Count” honorierten die Zuhörer weniger mit hörbarem Lächeln als dessen Visualisierung durch eine Handpuppe.
Obwohl ich den Beitrag mehrmals gelesen habe, bin ich mir bis heute nicht sicher, ob ich ihn überhaupt richtig verstehe. Allerdings sind mir in der anschließenden Diskussion einige Wörter besonders verständlich aufgefallen: Spaß, Humor, Freude – oft in Verbindung mit Wissenschaft. Letztlich hatte ich den Eindruck, der Autor will selber nur spielen: Mit Worten, mit Kommentaren, mit dem Nicht-Wissen um seine Person, mit den Lesern und den Schreibenden. Ja, auch ich habe mich hinreißen lassen und dort mitgespielt. Die größten Fettnäpfe lauern schließlich in anderen Blogs. Dieses “Spiel” hatte jedoch auch eine positive Seite für mich, denn es lenkte meine Gedanken auf einige Fragen, z. B.: Was sind Spiel, Spaß, Freude und wie würde sich deren gezielter Einsatz in Vorlesungen auf die Lernmotivation der Studierenden auswirken? Sind Erwachsene überhaupt bereit, während des Studiums spielend zu lernen? Ist es eine ihrem Alter angemessene Form des Lernens? Wie müßten Lernspiele für diese Zielgruppe/n konzipiert sein? Wie könnten verschiedene mobile Alltagsgegenstände der Vorlesungsteilnehmer (Handy, Tablet, Laptop) oder Soziale Netzwerke (Facebook, Twitter) in Lernspiele innerhalb einer Lehrveranstaltung einbezogen werden? Welche spielerischen Elemente werden bereits von Lehrenden in ihren Vorlesungen eingesetzt? Was “sagt” die Forschung zu diesem Thema? Immerhin gibt es eine Spielwissenschaft!
Teilweise könnten ein paar der  o. g. Fragen vielleicht schon mit der Statistik dieses Blogs beantwortet werden. TopArtikel271212Die Gründe aber, warum ausgerechnet die beiden Beiträge mit Spielen zur Klausurvorbeitung in kurzer Zeit ungewöhnlich oft im Verhältnis zu anderen Artikeln aufgerufen wurden, erfahre ich dadurch nicht. Es wird also Zeit, diese Spiel-Sache mit und nach allen Regeln der Wissenschaft zu untersuchen. Eine Vorüberlegung zu diesem Thema habe ich in meinem neuen Zettelkasten “Gedankenspiele” abgelegt. Natürlich freue ich mich auch dort über treue Begleiter. Schließlich wüßte ich doch zu gern, was Ihr über Spiel und Spaß im (virtuellen) Hörsaal denkt. ;)

XING, Facebook und Co.

Zusammenfassung der “Experimente” zum Thema Vernetzung: @mdeimann, der Dozent aus diesem Beitrag, hatte recht. Das Ziel dieses Weblogs konnte ich nun erreichen. Wer wissen will, wie mein Weg aus der sozialautistischen Ecke hin zur Plaudertasche im vergangenen Jahr verlief: Hier ist die Route in Kurzform. Weiterlesen

Zum Einjährigen

Es gibt sicher spannendere Themen als einen Jahresrückblick. Statistik zum Beispiel. Allerdings funktioniert Statistik nicht ohne Rückblick. Nachdem @phwampfler erste Übersichten via Twitter veröffentlicht hat und @herrlarbig versicherte, er würde sich über mickerige Zahlen nicht totlachen, ist heute also “Hoseruntertag” oder wie Weiterlesen

Kognitive Wende

Das Fass ist voll. Zu viele Themen, Richtungen und Fragen verstopfen mir den Kopf für das Modul 2A. Felix nennt dies schlicht “Kognitiver overload”. Was ist in einem solchen Fall zu tun? Ganz einfach: Alles ausschütten, abräumen, leerfegen, geistige Festplatte löschen – kurz: noch einmal bei Null anfangen. Weiße Blätter – welch’ ein Anblick! ;) Wo Weiterlesen

Ohne fremde Hilfe

Was bedeutet eigentlich die Formulierung “ohne fremde Hilfe” in der Erklärung am Ende einer Haus- oder Diplomarbeit? Vermutlich schreibe ich mich in diesem Beitrag um Kopf und Kragen, denn ohne fremde Hilfe (so wie ich das verstehe) habe ich weder meine Diplomarbeiten noch die letzten Hausarbeiten geschrieben – und trotzdem den Weiterlesen

Halt! Stopp! Es wird mich finden

Seitdem ich hier (sozusagen öffentlich) nach einer Richtung, einem Thema, einer Forschungsfrage z. B. für das Modul 2A suche, erreichen mich auf verschiedenen Kanälen viele Vorschläge aus der (teils unbekannten) Leserschaft. Das ist einerseits wunderbar, trifft andererseits aber nicht den Kern dieses Luxusproblemes. Denn: Ich Weiterlesen

“… und aus dem Chaos…

… sprach eine Stimme: ‘Läch’le und sei froh! Es könnte schlimmer kommen.’ Ich lächelte und war froh. – Und es kam schlimmer.” (Quelle: keine Ahnung!) Nun ist “schlimm” ja immer eine Frage der Perspektive. Grundsätzlich kann ich mich derzeit über nichts und niemanden beklagen. Insofern ist jammern im Augenblick nicht Weiterlesen

“Probleme sind zum Lösen da…”*

Bevor ich kurzfristig und vermutlich netzlos untertauche, schreibe ich im Folgenden ein paar von vielen Stichpunkten auf, die vom Ostseewind hoffentlich so durcheinander gepustet werden, dass danach nur noch ein einziger Gedanke übrig bleibt. Im Moment habe ich zu viel – FragenRichtungen – Themen – Profis – Mischung – Didaktik – Weiterlesen

Klausurspiel Statistik

Wer Wäsche wäscht, muss nicht verstehen, wie eine Waschmaschine funktioniert. Wer weiß, wie die Aufgaben in einer Statistikklausur zu lösen sind und trotzdem Zusammenhänge verstehen will, für den ist das Klausurspiel_Statistik (1) gedacht. (Spielanleitung hier: Wiederholungsfragen Kromrey und Zusatzliteratur.) Fortsetzung folgt. PS: Nach einem Einwand der Spielaufsicht Weiterlesen

Von P1 bis P13

Bestandsaufnahme.  Mit dem Statistikschein im Gepäck gehe ich nun wieder einmal der Anfangsfrage dieses Weblogs auf den Grund: Wie finde ich einen Betreuer für eine externe Forschungsarbeit? (Bei “Gepäck” fällt mir @flossa11 ein, die mir glücklicherweise von einer “Rückkehr in die Höhle” abriet.) – Seit einiger Zeit habe ich Weiterlesen

Schein oder nicht Schein…

… das war hier die Frage. Punkt 13 Uhr waren die Ergebnisse heute online, während ich mich noch in der Schule vergnügte. Dann kam ich nach Hause und saß vor dem PC wie die Schlange vor dem Kaninchen (oder umgekehrt). Jedenfalls hab ich mich nicht getraut, den elektronischen Brief zu öffnen. Wie kann man nur so aufgeregt sein? Weiterlesen

Die Frage im Heuhaufen

Warten. Während ich auf das Ergebnis der Statistikklausur und die “Eröffnung” der Lernumgebung für das Modul 2A warte, sausen scheinbar unendliche Gedanken durch meinen Kopf. Im nächsten Semester soll es inhaltlich um die qualitativen Forschungsmethoden gehen. Problem 1: Das Modul schließt mit einer Hausarbeit ab, Weiterlesen

Was machst Du…

… im neuen Semester? Keine Ahnung! Auf diese leichte Frage finde ich im Augenblick einfach keine Antwort. (Interessant an der Fragestellung ist übrigens die Wandlung in den letzten zwei Jahren von “Warum studierst Du?” hin zu “Was…”.) Eingeschrieben bin ich jedenfalls ab morgen in das Modul 2A (Qualitative Methoden). Dort geht es um das Weiterlesen

Vorläufiges Ergebnis

Genau drei Wochen nach jenem denkwürdigen 4. September 2012 wurden heute die vorläufigen Musterlösungen für den Statistik-Teil der Methodenklausur in Moodle veröffentlicht. Jetzt bin ich viel zu aufgeregt, um hier einen langen und sinnigen Artikel zu schreiben. Meine Eindrücke von der Klausur sind jedenfalls wieder vollständig da – Weiterlesen

Danke

Nach einer Woche “Abärgern” ist es nun soweit: Allen, die mich in diesem Semester durch tiefste Tiefen begleitet und mit ihrer Geduld bedacht haben, danke ich von ganzem Herzen (von halbem wäre ja auch blöde)! Das war zunächst meine Familie im weitesten Sinne, die sehr oft meine geistige Abwesenheit in “weltlichen” Dingen Weiterlesen

Für alle (1D_neu-) Geprüften

Nachdem die Form fast geklärt ist, soll es nun wieder zurück zu den Inhalten gehen. In diesem Beitrag sammele ich ein paar Gedanken und Links zum Thema Prüfung und Noten. Zuerst fiel mir vor einiger Zeit die Website der  “initiative notenfrei” von Sabine Czerny (hier ein Interview, tröstet bestimmt nach der Klausur) auf. Dort werden nicht nur Weiterlesen

Abbitte

Ausnahmezustand. Gibt es ein Intervall vor, in und/oder nach bestimmten Lebenslagen, in dem sich Menschen anders als außerhalb dieser Zeitspanne verhalten? Vermutlich ja, denn nur so kann ich im Moment erklären, was passiert ist. In diesem Beitrag erhielt ich “plötzlich und unerwartet” (nein, es handelt sich nicht um Weiterlesen

540 Wiederholungsfragen

Nachtrag – Aktualisierung aller Wiederholungsfragen am 30.09.2012

Noch drei Tage. Während meiner Intensivkur habe ich nach Übungsmaterial für Fragen im MC-Stil gesucht. In Moodle gibt es z. B. die sogenannten Check- und auch Wiederholungsfragen im Lesekurs von Cornelia Eube. Der PC-Tutor von Kromrey hat ebenfalls Material dazu zu bieten. Weil das natürlich nicht ausreicht, mußte ich mir Weiterlesen

Noch eine Woche…

… und es herrscht erstaunliche Gemütsruhe. Kein Prüfungs-(Alp-)Traum, keine Aufregung, kein Nichts. Zwei Taschenrechner und reichlich Kartenmaterial nehmen mir die Angst vor leeren Batterien während der Prüfung oder Irrfahrten durch Nürnberg zum Klausurort. Möglicherweise liegt das an den mehr als 100 Aufgaben (= 500 Fragen) im Weiterlesen

Intensivkur

In fünf Wochen ist es vorbei. Langsam, aber stetig (!), nähere ich mich den selbigen Verteilungen und vor allem den Aufgaben zum Gauß-Test. Jetzt muß das Wissen und Können nur noch gefestigt werden, damit mehr hängen bleibt, als auf diesem Schaubild aus dem “Halbtagsblog” von Jan-Martin Klinge. Dafür genehmige ich mir eine Weiterlesen

Darf’s ein bisschen mehr sein?

Aus allen Wolken. In den Hinweisen zur Klausur findet sich die Angabe, dass mit 25 bis 30 Aufgaben zu rechnen sei. In den uns zur Verfügung gestellten Online- und Übungsklausuren sind maximal 23 Aufgaben zu lösen. Das können also im September immerhin bis zu 35 Fragen (eine MC-Aufgabe hat fünf Fragen) mehr sein, als in den Weiterlesen

Stetige Verwirrung

Sechs Wochen vor der Klausur ist es nun soweit: Nachdem sich die Lösungen der Übungsaufgaben dem 100%-Ziel angenähert haben, geht es jetzt wieder bergab. Ständig falle ich bei den Textaufgaben zur stetigen Verteilung und zum Gauß-Test auf die Formulierungen ‘rein. Nicht, dass ich mir nun insgesamt Sorgen machen müßte, Weiterlesen

Neues Auswertungsverfahren

Die Hinweise zur Klausur im September wurden gestern für die Psychologie- sowie die SOZ/POL-Studierenden in Moodle veröffentlicht – und die Angaben zur Auswertung machen mich stutzig. Bisher galt, dass bei fünf richtigen Antworten fünf Punkte vergeben wurden, bei vier richtigen Kreuzen gab es drei Punkte und bei drei Richtigen Weiterlesen

Kurz – kürzer – Kromrey

Mal wieder: ein Freitag, der 13. Die Beiträge hier werden kürzer und seltener. Das hat einen Grund. Vierhundert Seiten zur Empirischen Sozialforschung müssen zusammengefasst bzw. die Zusammenfassung gekürzt werden. Im Moment ist der Text auf 25 Blätter geschmolzen, was mir immer noch als sehr viel erscheint. Am Anfang war Weiterlesen

Auszeichnung

Noch acht Wochen… Nach der dritten Kromrey-Runde sieht die Welt schon wieder besser aus. Die Fragenbatterie aus dem PC-Tutor soll mich auf das Lernen des Kromrey-Teils einstimmen. Während ich über den Aufgaben brüte, sprudelt plötzlich eine Idee für das unbelegte Modul M3 durch meinen Kopf. Man könnte doch, wenn man Weiterlesen

Venn-Diagramm

So, jetzt hab’ ich sie am Wickel! Die Fehleranalyse ergab als ein Problemfeld die Deutung von verknüpften Venn-Diagrammen. Am Anfang sehen die Bilder immer ganz einfach aus. Dann lese ich mir die Aufgabe durch und weiß gar nichts mehr bzw. meine Antworten sind falsch. Das hat mich mörderlich genervt und deshalb habe ich einen Weiterlesen

Fehleranalyse

Die Überschrift klingt nicht nach einem Jubiläum, auch wenn die Blogstatistik schreibt, dass dies genau der 100. Artikel in diesem Lerntagebuch ist. Aber, zum verbalen Feiern bleibt vorerst keine Zeit: Nach der dritten Runde habe ich mein Übungsziel bei vier von sieben Klausuren erreicht und auch in der vierten Rechenrunde gehalten. Die Weiterlesen

Einsam, aber nicht allein

Seit ich mir nun etwas rechnerische Sicherheit antrainiert habe (kaum zu glauben, was nach der Schule noch alles im Kopf ist bzw. wieder reinpaßt), suche ich nach Lernpartnern für den Kromrey-Teil. Dafür habe ich einen Aufruf in der Biwi-Lounge gepostet und als dort sehr verhalten reagiert wurde, noch einmal in der Kursumgebung 03607 gefragt. Nun, was Weiterlesen